Smileys für Restaurants?

Abgelaufene Lebensmittel, Schimmel oder Ratten in der Küche - was eklig klingt, ist in Restaurants gar nicht so selten. Ein Smileysystem könnte nun Gäste über den Hygienezustand eines Restaurants informieren.
Smileys für Restaurants?
Lecker oder nicht so lecker?

Ein Smiley an der Restauranttür könnte in Zukunft bei der Restaurantwahl behilflich sein und Auskunft über den Hygienezustand eines Restaurants und seiner Küche geben. Einen entsprechenden Antrag will Verbraucherschutzministerin Aigner diese Woche stellen. Ihr Ziel ist ein bundesweit einheitliches System, das für mehr Transparenz bei der Lebensmittelüberwachung sorgen soll. Nachdem bei der Lebensmittelüberwachung nach Angaben von foodwatch jeder vierte Betrieb beanstandet wird, sollen die Ergebnisse nun auch einen Nutzen für die Verbraucher bieten. Außerdem könnte eine Veröffentlichung der Ergebnisse zu einer Verbesserung der Hygienesituation führen.

Vorbild für das neue System ist Dänemark: Hier werden seit neun Jahren die Ergebnisse der Lebensmittelüberwachung im Internet veröffentlicht. Außerdem geben vier verschiedene Smileys, von lachend bis traurig, eine Zusammenfassung der Ergebnisse. Die sind nicht nur im Internet veröffentlicht, die Restaurants sind außerdem verpflichtet, die Smileys auch in den Betrieben selbst auszuhängen. Das System hat seit der Einführung zu einer enormen Verbesserung der Hygienesituation in dänischen Restaurants geführt.

Auch in Deutschland gibt es bereits vereinzelt Ansätze zu mehr Transparenz bei der Lebensmittelüberwachung: In Berlin-Pankow beispielsweise werden die Ergebnisse der Lebensmittelüberwachung im Internet veröffentlicht, außerdem dürfen Restaurants mit guter oder sehr guter Beurteilung in ihrem Betrieb einen lachenden Smiley anbringen: "Alles sauber. Also rein!"