Fische und Meeresfrüchte 2010/11

Diese Woche erschien der neue Einkaufsratgeber für Fisch und Meeresfrüchte der Umweltstiftung WWF. Er enthält aktuelle Empfehlungen, bei welchen Fischsorten der Kauf bedenkenlos ist und welche derzeit eher gemieden werden sollten.
Fische und Meeresfrüchte 2010/11
Gute Wahl, Zweite Wahl oder Lieber nicht?

Der WWF unterteilt Fisch und Meeresfrüchte in drei Kategorien: 20 Arten bezeichnet der WWF als "Gute Wahl", diese Fischprodukte sind für Meere und Fischbestände unbedenklich, 13 weitere Arten sind "Zweite Wahl". Bei 29 Arten heißt es "Lieber nicht", hier sollten sich die Verbraucher zurückhalten. Mit diesen drei Kategorien gibt der WWF eine aktuelle Hilfestellung, das Konsumverhalten dem Umweltschutz anzupassen, ohne dass man sich als Verbraucher mit Fischereiwirtschaft, Fangmethoden und Meeresschutz auseinander setzten muss. Für seine Empfehlungen bewertet der WWF Fischbestände und Zucht nach einer Methode, die in Zusammenarbeit mit mehreren Umweltverbänden entwickelt wurde. Berücksichtigt werden dabei Informationen zum Zustand der Fischbestände sowie zu den Umweltauswirkungen und dem Management von Fischereien und Zuchten.

Konkret hat die Entscheidungshilfe für Fisch und Meeresfrüchte einige Überraschungen auf Lager: So revidiert der WWF die Empfehlung für Doraden aus Mittelmeerzucht und sagt sowohl zum Pangasius aus asiatischer Zucht als auch zur Forelle aus türkischer oder chilenischer Zucht "Lieber nicht".

Generell gilt weiterhin die Empfehlung: Wer auf die gängigen Bio- und Umweltsiegel achtet, kann nicht viel verkehrt machen. Empfehlenswerte Zuchtfische werden in erster Linie von Bio-Siegeln wie Naturland oder Bioland ausgezeichnet, bei Zuchtfischen orientieren Sie sich am besten am MSC-Siegel für nachhaltige Fischerei.

Einsicht in den kompletten WWF-Einkaufsratgeber Fisch und Meeresfrüchte bekommen Sie hier, darüber hinaus können Sie sich die Empfehlungen des WWF auch als kostenlose App auf Ihr Smartphone holen.