Wird Trüffel billiger?

Feinschmecker auf der ganzen Welt schätzen Trüffel ob ihres feinen, ungewöhnlichen Aromas. Weil er so selten ist, ist der Edelpilz extrem teuer. Dies aber könnte sich nun ändern, denn ein italienisches Forscherteam hat herausgefunden, wie sich Trüffel fortpflanzen.
Wird Trüffel billiger?
Bislang eine teure Delikatesse: Trüffel

Bisher war es für Züchter extrem schwierig, Trüffel im großen Stile zu kultivieren. Der Grund: Man wusste nicht genau, wie sich der Edelpilz fortpflanzt. Ein französisch-italienisches Forscherteam hat sich dieses Problems angenommen und veröffentlichte nun im Fachjournal New Phytologist überraschende Ergebnisse. Die Forschergruppe rund um Dr. Francesco Paolocci und Dr. Andrea Rubini fand nämlich heraus, dass sich Trüffel nicht - wie bisher angenommen - asexuell selbst befruchten. Vielmehr gibt es zwei Trüffeltypen, gewissemaßen Geschlechter, von denen einer den anderen befruchten muss. Nur aus dem einen Trüffeltyp, dem Weiblichen, wächst schließlich die von Feinschmeckern so geschätzte Frucht. Da Trüffel immer in mono-geschlechtlichen Gemeinschaften unter Bäumen wachsen, gestaltet sich der zwischengeschlechtliche Sporenaustausch eher schwierig. Trüffel sind auf Fremdbestäubung angewiesen, was dazu führt, dass die Fortpflanzung nur sehr langsam vonstatten geht.

Die Erkenntnisse des Forscherteams könnten den gesamten Trüffelanbau revolutionieren, da Züchter auf neue Taktitken in Anordnung und Anbau setzen können. Letzten Endes erwarten die Forscher, dass sich dank der neuen Erkenntnisse zur Fortpflanzung von Trüffeln der Trüffelertrag steigern lässt - und Trüffel günstiger wird.

Weiter Informationen und Rezeptinspiration zum Kochen mit Trüffeln finden Sie in unserem Trüffel-Spezial.