Sekt und Champagner

In ihrer aktuellen Ausgabe nimmt die Redaktion der Zeitschrift Ökotest Sekt und Champagner unter die Lupe. Mehr als die Hälfte der getesteten Schaumweine gingen mit der Bestnote aus dem Rennen.
Sekt und Champagner
Im Ökotest: Sekt und Champagner

Zum Jahresende knallen besonders oft die Korken - aber welche eigentlich? Ist der Discount-Sekt genauso gut wie das Markenprodukt? Dass die Sekt- und Champangeranbieter momentan beinahe doppelt soviel Umsatz machen wie sonst, sah die Zeitschrift Ökotest als Grund an, die prickelnden Getränke einmal etwas näher zu betrachten. Ins Rennen gingen 20 mittelpreisige und günstige Sekte und Champagner, darunter auch 4 Bio-Sekte.

Im Testbereich Sensorik schnitten die meisten der Getesteten mit der Bestnote "sehr gut" ab, lediglich zwei Anbieter mussten sich mit einem "gut" zufrieden geben. Auch gehen 12 der getesteten Weine mit der Bestnote aus dem Test, die restlichen 8 bekamen nur ein "gut", da sie mehr Qualität vortäuschen als vorhanden sei. Bei der Inhaltsstoffeanalyse der Weine ergab sich, dass sie die zulässige Menge an zugesetzter Fremdkohlensäure überschreiten. Dies ist allerdings kein gesundheitsschädliches oder geschmacksminderndes Manko, sondern bezieht sich auf die Qualität der Produktion. Mit Fremdkohlensäure kann Sekt wesentlich kostengünstiger produziert werden, da die Gärung in einem riesigen Tank vollzogen wird.

Verbraucher sollten daher auf die Kennzeichnung "traditionelle Flaschengärung" achten. Ist die Flasche dagegen lediglich mit "Flaschengärung" gekennzeichnet, können hohe Mengen Fremdkohlensäure enthalten sein.