Die Geschichte des Lebkuchens

Das Museum für Industriekultur in Nürnberg zeigt bis zum 19. Dezember eine Sonderausstellung zur Geschichte des Nürnberger Lebkuchens.
Die Geschichte des Lebkuchens
Elisenlebkuchen

Die Schau "Honig, Nuss und Mandelkern" widmet sich der Geschichte des Nürnberger Lebkuchens von seinen Anfängen als heimliche Nascherei im Kloster bis zur heutigen industriellen Fertigung. Erklärt wird zum Beispiel, warum gerade Nürnberg zur Hochburg des weihnachtlichen Gebäcks werden konnte: In der alten Reichsstadt kreuzten sich wichtige Handelswege und die örtlichen Bäcker kamen dadurch sehr leicht an die nötigen exotischen Gewürze und Zutaten für Lebkuchen wie Ingwer, Kardamom, Honig und Zimt. Rätselhaft dagegen bleibt bis heute, woher der Name "Lebkuchen" eigentlich kommt. Eine Herleitung von den Wörtern "Laben" oder "Leib" ist vorstellbar, aber nicht bewiesen.

Warum aber findet die Ausstellung "Honig, Nuss und Mandelkern" ausgerechnet im Museum für Industriekultur statt? Anlass der Schau ist der 170. Geburtstag der Dampfmaschine, die das Lebkuchenbacken enorm erleichtert hat: Erst die dampfbetriebenen Rühr- und Knetmaschinen ermöglichten die industrielle Fertigung von Lebkuchen und damit den Siegeszug des "Nürnberger Lebkuchens". Wie eng Technik und Genuss doch zusammenhängen kann.

Museum für Industriekultur

Äußere Sulzbacher Straße 60-62

90491 Nürnberg

Internet: www.museen.nuernberg.de