WeltGenussErbe Bayern

Am Donnerstag wurde in Berlin die neue EU-geförderte Kampagne "WeltGenussErbe Bayern" vorgestellt. Über Herkunftsschutz und regionale Spezialitäten mit Tradition informierten Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner und Sternekoch Alfons Schubeck.
WeltGenussErbe Bayern
Staatsminister Huber, die Bayerische Milchkönigin, Alfons Schuhbeck und die Bayerische Meerrettichkönigin

Regionaltypische Spezialitäten aus traditioneller Herstellung liegen im Trend. In lockerer Bierzelt-Atmospähre präsentierte sich nun die Kampagne "WeltGenussErbe Bayern" am Donnerstag in Berlin. Die Initiative schützt, der Idee des "Weltkulturerbes" folgend, Produkte mit eindeutiger regionaler Herkunft und aus traditioneller Herstellung. Nur sie dürfen die Zeichen "geschützte geographische Angabe" (g.g.A.) bzw. "geschützte Ursprungsbezeichnung" (g.U.) tragen. Der eigens angereiste Bayrische Staatsminister Helmut Brunner erläuterte die Bedeutung der EU-Herkunftsbezeichnung: "In einer Zeit der Beschleunigung und Globalisierung sucht der Mensch nach Vertrautem und Bekannten. Teils über Jahrhunderte entstandene regionale Spezialitäten sind zu Qualitätsankern für den Verbraucher geworden."

Mitgebracht hatte der Minister eine Auswahl der 4 bayrischen Schmankerln, die bereits den EU-Herkunftsschutz tragen: Allgäuer Bergkäse und Allgäuer Emmentaler, Bayrisches Bier, Nürnberger Rostbratwürste und Bayrischen Meerrettich. An vier Ständen konnten die Besucher der Bayrischen Vertretung die Schmankerl probieren und kennen lernen. Der Präsident des Bayrischen Hopfenmuseums in Wolnzach lud zur Blindverkostung, ein Allgäuer Käser hatte 15 Monate alten Bergkäse dabei, am Bratwurststand gab es die kleinste Bratwurst der Welt auf Kraut und ein echtes Krenweib forderte am Meerrettichstand die Gäste zum Krenreiben auf.

Auch Alfons Schubeck, ausgezeichneter Koch des Jahres für regionale Produkte, trat besonders enthusiastisch für die Spezialitäten seines Heimatlandes Bayern ein. Zwischen Brezen, Bier und Bierbänken fühlte er sich nach eigenem Bekunden auch fern der Heimat "pudelwohl" und nutze die Gunst der Stunde für einen Apell an seine Kollegen vom Fach. Er rief insbesondere die Köche im Publikum dazu auf, sich ein Beispiel am König der regionalen Küche, René Redzepi, zu nehmen. Viele Köche hätten einfach nicht den Mut, vorwiegend mit regionalen Zutaten zu kochen, obwohl jede Regionalküche erst mit ihren vielfältigen Spezialitäten einen ganz eigenen Charme entwickeln könne.

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