Beim Eierkauf auf Stempelnummern achten

Das Ausmaß des Dioxin-Skandals zieht immer größere Kreise. So sind nach neuesten Meldungen statt wie bisher angenommen 527 Tonnen bis zu 3000 Tonnen verseuchtes Tierfutterfett produziert worden. Experten raten den Verbrauchern, beim Kauf von Eiern auf die aufgestempelten Nummern zu achten, Bioware zu bevorzugen oder kurzfristig auf Eier und Geflügelfleisch zu verzichten.

Neue Zahlen zeigen ein neues Ausmaß des Dioxin-Skandals. So ist nicht mehr von 572 Tonnen, sondern von 3000 Tonnen dioxinbelastetem Futterfett die Rede, das produziert und an Futtermittelhersteller geliefert wurde. Laut tagesschau.de wurden gestern Abend weitere Betriebe in Nordrhein-Westfalen und Mecklenburg-Vorpommern gesperrt. Insgesamt sind über 1000 Betriebe deutschandweit gesperrt, die meisten davon in Niedersachsen. Politiker und Verbraucherschützer fordern weiterhin mehr Kontrollen und mehr Transparenz in der Futtermittelherstellung. Die Verbraucher sind weiterhin verunsichert.

Welche Eier kann man noch essen? Welches Fleisch ist unbedenklich?

Beim Kauf von Eiern können Verbraucher auf bereits veröffentlichte Stempelnummern achten. So veröffentlichte zum Beispiel das Land Nordrein-Westfalen Stempelnummern der mit Dioxin belasteten Eier von Höfen in Nordrhein-Westfalen.

Auch das Land Niedersachsen veröffentlichte die Stempelnummer von Eiern, die möglicherweise mit Dioxin belastet sind. Zudem bekommen Verbraucher täglich von 8:00 - 17:00 unter folgender Nummer nähere Informationen: 0441-57026 333.

Nach Angaben von Spiegel online empfehlen Experten, bereits gekaufte Eier, die nicht aus biologischer Produktion kommen, zu entsorgen. Bio-Eier könne man dagegen relativ unbedenklich essen.

Zur Zeit teilt das Bundesinstitut für Risikobewertung mit, dass trotz erhöhter Dioxingehalte in einigen Eier- und Fleischproben von betroffenen Betrieben keine akute Gesundheitsgefahr für Verbraucher bestehe. Experten aus dem Verbraucherschutz raten zum Teil trotzdem auf den Verzicht von Eiern und Geflügelfleisch. Beim NDR gab Christian Fronczak vom Bundesverband der Verbraucherzentralen den Rat: "Wer auf Nummer sicher gehen will, sollte lieber ein paar Tage Geflügel und Eier meiden, bis alle Fragen geklärt sind".