Deutschland trinkt weniger Bier

Die Brauereien sind in Sorge: Die Deutschen trinken immer weniger Bier. Der Bierkonsum sank bereits zum vierten Mal in Folge auf nur noch 83,4 Millionen Hektoliter.
Frisch gezapft
Frisch gezapft

Laut Statistischem Bundesamt ging der Bierkonsum der Deutschen im Jahr 2010 um 2,9 % zurück - trotz WM-Sommer. Der Bierkonsum steht damit auf dem niedrigsten Stand seit der Wiedervereinigung. Trank im Jahr 1985 ein Deutscher noch 145 Liter Bier pro Jahr, waren es im vergangenen Jahr nur noch etwa 106. Schuld sei vor allem das Wetter: „Der kalte Jahresbeginn und die verregnete zweite Jahreshälfte haben der Branche zu schaffen gemacht“, sagte Peter Hahn, Hauptgeschäftsführer des Deutschen Brauer-Bundes (DBB). Außerdem führt er den Rückgang des Bierkonsums auf den sozio-demographischen Wandel zurück: Je älter die Durchschnittsbevölkerung würde, desto weniger Alkohol werde getrunken. Aber auch generell hätten sich die Trinkgewohnheiten verändert. Im Zuge eines wachsenden Gesundheitsbewusstseins vermutet Hahn einen Trend von alkoholischen zu nicht-alkoholischen Getränken. Deshalb verzeichneten auch alkoholfreie und leichte Biere seit Jahren einen kleinen, aber stetigen Zuwachs.