Paul Bocuse ausgezeichnet

Der französische Starkoch Paul Bocuse ist vom Culinary Institute of America zum "Koch des Jahrhunderts" gekürt worden.

"Er ist einer der größten Köche aller Zeiten" begründete Institutschef Tim Ryan die Wahl in einer Zeremonie am Mittwoch in New York. Paul Bocuse prägte Mitte der 1970er Jahre mit seinem Buch "Die neue Küche" die so genannte "Nouvelle Cuisine", eine bodenständige Küche, die sich saisonal und regional orientiert und auf die Verwendung möglichst frischer Produkte setzt. Was heute in aller Munde ist, war seinerzeit eine revolutionäre Gegenbewegung zu Fast Food und fertigen Tiefkühlprodukten. Heute allerdings sieht der Jahrhundertkoch die "Nouvelle Cuisine" etwas nüchterner. Während der Preisverleihung sagte er, die "Nouvelle Cuisine" sei eine Erfindung der Medien und keine "unglaubliche Revolution".

Das Culinary Institute of America (CIA) ist eine der renommiertesten Kochschulen der Welt. Die Ausbildung zum "Bachelor of Culinary Arts" durchlief beispielsweise bereits Starkoch Antony Bourdain.

Für Bocuse ist dies bereits die zweite Auszeichnung als "Koch des Jahrhunderts": Schon 1989 zeichnete ihn Gault-Millau mit diesem Titel aus. Neben ihm tragen diesen Titel nur drei weitere Köche, Joël Robuchon, Frédy Girardet und Bocuse’s ehemaliger Schüler Eckart Witzigmann.