Am 23. April ist Tag des Bieres

Herzog Wilhelm IV. erließ am 23. April 1516 die älteste lebensmittelrechtliche Bestimmung der Welt - das bayrische Reinheitsgebot. Dieser Tag wird jährlich gefeiert.
Am 23. April ist Tag des Bieres
23. April: Tag des Bieres

Das Reinheitsgebot gilt als wichtiges Alleinstellungsmerkmal des deutschen Bieres. Es regelt die Verwendung von Zutaten beim Bierbrauen: Traditionell durften nur Gerste, Hopfen und Wasser verwendet werden, später wurde auch Hefe mit aufgenommen. Vor allem in Bayern, wo beinahe die Hälfte aller Braustätten in Deutschland beheimatet sind, finden am 23. April viele Feste und Events rund um den Gerstensaft statt. In Freising wird die Verkündigung des Reinheitsgebotes nachgestellt, in Bad Windsheim wird im historischen Sudwerk ein Sud eingebraut und im fränkischen Bamberg nehmen die 9 ansässigen Brauereien gleich die ganze Innenstadt ein.

Mehr Kleinbrauer

Der Bayerische Brauerbund e.V. zählt allein in Bayern inzwischen über 40 Biersorten und über 4000 Marken. Dies ist vor allem den Klein-Brauereien zuzuschreiben, deren Zahl in den letzten Jahren stetig angestiegen ist - trotz des rückläufigen pro-Kopf-Konsums (ca. 110 Liter im Jahr 2010, etwa 7 Liter weniger als im WM-Jahr 2006). Gerade diese Brauereien laden am Tag des Bieres häufig zu Besichtigungen, Schaubrauen und Verkostungen ein, um zu zeigen, dass die traditionelle Wahl der Zutaten keineswegs aus der Mode gekommen ist und noch immer reichlich Platz für Neuentdeckungen bietet.

Eine deutschlandweite Veranstaltungsdatenbank zum Tag des Bieres finden Sie auf der Sonderseite des Deutschen Brauer-Bundes.