Steigende Kaffeepreise und verändertes Konsumentenverhalten

Verbraucher müssen in diesem Jahr deutlich mehr für ihren Kaffee zahlen. Während der durchschnittliche Kaffeekonsum konstat blieb, änderte sich das Konsumverhalten der Kaffeetrinker im Jahr 2010.
Kaffee news
Preise für Bohnenkaffee sind deutlich gestiegen.

Laut Statistischen Bundesamts (destatis) waren die Preise für Bohnenkaffee im März 2011 um 15 Prozent höher als im entsprechenden Vorjahreszeitraum. Diese Preissteigerung beruht auf den seit 2004 steigenden Preisen für Rohkaffee, die inzwischen zunächst an die Erzeuger von Bohnenkaffee und schließlich an die Verbraucher weitergegeben werden.

Veränderung des Kaffeekonsums

Im Jahr 2010 hat sich der deutsche Kaffeemarkt deutlich verändert. Der durchschnittliche Kaffeekonsum lag, wie auch schon im Jahr zuvor, auf dem hohen Niveau von 150 Litern je Bundesbürger. Laut des Deutschen Kaffeeverbands habe sich aber das Konsumverhalten der Kaffeetrinker gewandelt und es zeige sich ein klarer Trend zur frischen Zubereitung von Kaffeespezialitäten. Deutlich werde diese Entwicklung am Wachstum der Segmente Espresso, Kapseln und Pads.

Obwohl weiterhin rund 75 % der Konsumenten in Deutschland ihre Kaffeegetränke mit dem klassischen Röstkaffee zubereiten, stieg der Absatz von Espresso und Caffè Crema 2010 um fast 12 % im Vergleich zum Vorjahr. Diese Sorten können zum Beispiel für Kaffeevollautomaten verwendet werden. Mit diesen Automaten lassen sich Zuhause oder im Büro auf Knopfdruck Kaffeegetränke, wie zum Beispiel Cappuccino oder Latte Macchiato, zubereiten.

Ein Aufwärtstrend zeigt sich ebenso bei den Kapseln und Pads, mit denen sich Kaffee schnell und frisch zubereiten lässt. Auch der Konsum von löslichem Kaffee ist im Jahr 2010 zum wiederholten Male leicht gestiegen. Weiterhin lag der Marktanteil an Kaffee aus nachhaltig zertifiziertem Anbau, der 2009 noch zwischen zwei und drei Prozent lag, im Jahr 2010 laut des Deutschen Kaffeeverbands bei 3 Prozent des Gesamtmarktes. Generell sei dieser Markt weiterhin eine Nische und viele Konsumenten seien wohl noch nicht bereit, einen zusätzlichen Preisaufschlag für Nachhaltigkeit bei Kaffeeprodukten zu bezahlen.