Frostnacht im Weinberg

Spätfrost ist der Albtraum jedes Winzers. Letzte Woche sorgten nun Minustemperaturen dafür, dass Teile des deutschen Traubenbestands zerstört wurden. Mittlere bis größere Schäden gibt es, laut dem Verband Deutscher Prädikatsweingüter (VDP), in Rheinhessen, Franken und Württemberg.
Frostnacht im Weinberg
Viele deutsche Weinregionen wurden hart vom Frost getroffen

Auch der Rheingau, der Kraichgau und die Pfalz vermelden Ausfälle, während die VDP-Mitgliedsbetriebe im unteren Ahrtal, an der Mosel, am Mittelrhein und am Kaiserstuhl kaum vom Frost betroffen sind. Durch die warmen Temperaturen im April waren die Traubenknospen besonders schnell gewachsen und wurden nun umso härter in Mitleidenschaft gezogen. Um die ökonomischen Folgen für die Weinbauern etwas abzumildern, hat das Bundesland Rheinland-Pfalz entsprechende Maßnahmen ergriffen. So werden Kredite der Landwirtschaftlichen Rentenbank zu reduzierten Preisen angeboten. Zusätzlich können sich beispielsweise die Produzenten in der Pfalz im Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum fachmännischen Rat holen. Nachdem schon der Jahrgang 2010 gering ausgefallen ist, hoffen die Winzer weiterhin auf eine zufriedenstellende Ernte 2011. Dies hängt von den Witterungsbedingungen bis zum Herbst sowie von der Triebkraft der verbleibenden Pflanzen ab.