Kleinkinder essen zu viele Süßigkeiten

Kekse, Schokoriegel und Würstchen sind nicht die ideale Verpflegung für die Kleinsten. Eine Studie des Forschungsinstituts für Kinderernährung in Dortmund kommt nun zum Schluss, dass Ein- bis Dreijährige zu viel Süßigkeiten und tierische Produkte essen.
Kleinkinder essen zu viele Süßigkeiten
Laut GRETA-Studie essen Kleinkinder in Deutschland zu viele Süßigkeiten

Die so genannte GRETA-Studie (German Representative Study of Toddler Alimentation) hat die Ernährungssituation von Kleinkindern zwischen 10 und 36 Monaten in 525 Haushalten in ganz Deutschland ausgewertet. Sie kommt zum Ergebnis, dass die Jüngsten nicht nur zu viel Fleisch und Süßes, sondern auch zu wenig Getreide und Gemüse äßen. Ein weiteres Problem sei, dass Kinder zu wenig trinken: So nehmen die Kinder in den untersuchten Haushalten durchschnittlich nur 0,4 l statt der empfohlenen 0,6 bis 0,7 l pro Tag zu sich. Eine solche Ernährung führe dazu, dass Kinder zu viel Eiweiß, aber zu wenig Eisen, Jod und Vitamin D zu sich nähmen. „Auch wissen wir, dass sich die Ernährungs- und Essgewohnheiten in diesem Altersbereich herausbilden. Einmal falsch eingeübte Ernährungsgewohnheiten können langfristig die Gesundheit beeinflussen, da sie oft bis ins Erwachsenenalter bestehen bleiben“, warnt Dr. Mathilde Kersting vom FKE vor den langfristigen Folgen dieser Entwicklung. Das FKE, das die GRETA-Studie in Zusammenarbeit mit TNS Healthcare und Alete durchgeführt hat, empfiehlt eine "optimierte Mischkost" für Kleinkinder, die viele pflanzliche Lebensmittel und Wasser aber nur eine moderate Menge an tierischen Lebensmitteln enthält. Abwechslungsreiche Rezepte finden Sie auch in unserer Kinderküche.