Neue Kennzeichnungsregeln für Honig

Der Deutsche Imkerbund hat für Honig eine neue Kennzeichnungsregelung durchgesetzt: Die seit 1977 bestehenden Bezeichnungen "kaltgeschleudert" und "wabenecht" sind gestrichen.
Honig im Glas
Honig im Glas

Seit Ende Juli darf Honig laut dem Deutschen Lebensmittelbuch nicht mehr als "kaltgeschleudert" und "wabenecht" bezeichnet werden. Die Etikettierung als “kaltgeschleudert” assoziiert eine falsche Qualitätssteigerung beim Verbraucher. Daher hat der Deutsche Imkerbund auf die kürzlich beschlossene Änderung der Kennzeichnungsregelungen hingewirkt.

Der so genannte Deutsche "Schleuder"-Honig wird immer bei niedrigen Temperaturen von 25° C bis 28°C aus den Waben herausgeschleudert – das heißt geschleuderter Honig ist bei uns immer kaltgeschleudert und bedarf dieser besonderen Kennzeichnung nicht. Die flüssigen Honigarten wie Wabenhonig oder Blütenhonig werden durch andere Verfahren gewonnen. Außerdem ist Honig naturgegeben "wabenecht", da die Bienen den gesammelten Nektar immer in den Waben ablegen.

Stattdessen wurden mit der Änderung die Begriffe “Auslese” oder alternativ “Premium”-Honig als Kennzeichnung für besondere Qualität festgelegt. Ist Honig besonders schonend geerntet und verarbeitet, liegt sein Wassergehalt unter 18 % und sind die im Labor ermittelten Enzymwerte hochwertig. Dieser Honig wird von nun an als "Auslese" oder "Premium" gekennzeichnet.

Des Weiteren gelten klarere Bezeichnungsangaben zur Bezeichnung der Honigsorten wie Waldhonig oder Wildblütenhonig.

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