Höherer Verbrauch, weniger Bäckereien

Laut der Vereinigung Getreide- Markt- und Ernährungsforschung (GMF) hat jeder Deutsche im Wirtschaftsjahr 2010/2011 84,9 kg an Backwaren verbraucht, etwa drei Prozent mehr als im Vorjahr. Die Zahl der Meisterbetriebe im Backhandwerk ist indessen weiter rückläufig.
Höherer Verbrauch, weniger Bäckereien
84,9 kg Backwaren verbraucht jeder Deutsche im Durchschnitt pro Jahr

Die GMF zeigte sich auf ihrer Jahrespressekonferenz am 16. August durchaus zufrieden: 90 Prozent der Deutschen greifen täglich zu Brot, Kleingebäck und feinen Backwaren. Aus ernährungswissenschaftlicher Sicht wird dies als erfreulich bewertet, da in Deutschland etwa 41 Prozent des Bedarfs an Ballaststoffen über Backwaren gedeckt werden. Die Zahl der Meisterbetriebe ist dagegen weiter gesunken: Inzwischen sind nur noch etwa 14.500 Betriebe gelistet, verglichen mit 26.000 Betrieben zu Beginn der Neunzigerjahre. Dies ist zum einen auf die steigende Verbreitung von Filialen und Verkaufsstätten weniger Großbäckereien zurückzuführen, zum anderen auf die wachsende Beliebtheit von Selbstbedienungs-Backstationen in Supermärkten und Lebensmitteldiscountern.