Tim Mälzers Ernährungs-Check

"Was ist wirklich gesund?" Dieser Frage geht Tim Mälzer in der NDR-Dokumentation "Der Ernährungs-Check" mit einem vierwöchigen Praxistest auf den Grund.

Gesundheit: Welche Rolle spielt die Ernährung?

Tim Mälzers Ernährungs-Check
Tim Mälzers größtes Anliegen: Essen soll Genuss bereiten.

Weißbrot, Burger und Pommes gehören eher nicht zur ersten Wahl, wenn es um gesunde Ernährung geht. Stattdessen stehen Vollkornprodukte und Gemüse ganz oben auf der Liste. Tim Mälzer geht in der NDR-Dokumentation "Der Ernährungs-Check" der Frage nach, welchen Einfluss die Wahl der Nahrung auf die Gesundheit hat. Wie ist es um die Blutwerte, den Cholesterinspiegel und die allgemeine Vitaminversorgung bestellt, wenn beispielsweise auf Gemüse komplett verzichtet wird und stattdessen nur noch Burger und Pommes auf dem Speiseplan stehen? Können sich gesunde Menschen noch gesünder essen oder sogar Krankheitsrisiken verringern? Oder spielen vielleicht Zufriedenheit und Stressbewältigung eine wesentlich größere Rolle bei der Vermeidung von Herzkrankheiten und Diabetes als die Ernährung

Der Ernährungs-Check

Tim Mälzers Ernährungs-Check
Hält lange satt: Pasta mit Gemüse

Ein Praxistest soll Klarheit bringen: 45 männliche gesunde Teilnehmern zwischen 20-40 Jahren essen vier Wochen lang streng kontrolliert nach Plan, drei Mahlzeiten pro Tag, insgesamt 2900 Kilokalorien (Frauen sind ob hormoneller Schwankungen als Testpersonen nicht geeignet). Die ersten zwei Wochen erhalten alle dieselben Speisen, um den Stoffwechsel anzugleichen, dann folgt eine Einteilung in drei unterschiedliche Gruppen: Die Fast Food Gruppe bekommt dreimal täglich Burger und Pommes serviert, auf den Tellern der mediterranen Gruppe findet sich viel Gemüse inklusive Ballaststoffe, die dritte Gruppe erhält Deutsche Hausmannskost, also eine Menge Kohlenhydrate und Fleisch. Wissenschaftliche Unterstützung erfährt das Team durch Prof. Dr. med. Peter Nawroth von der Uniklinik Heidelberg.

Auffällig ist zunächst, dass die Teilnehmer der Fast Food Gruppe ständig hungrig sind, sich schlapp und energielos fühlen und die Lust am Essen verlieren, da sie nichts ‘Richtiges’ zu beißen bekommen. Salat möchten sie essen oder irgend etwas anderes Frisches. Die Teilnehmer der mediterranen Gruppe hingegen bekommen kaum ihre üppigen Teller leer - und sind weiterhin bester Laune.

Entspannter Essen

Tim Mälzers Ernährungs-Check
Machen nicht lange satt: Burger und Pommes

Nach den vier Wochen weisen die Blutwerte und Nährstoffanalysen unabhängig von der aufgenommenen Nahrung kaum Unterschiede auf. Nur der Vitamin C Wert ist innerhalb der Fast Food Gruppe deutlich gesunken - was aber laut Prof. Dr. med. Peter Nawroth durch ein tägliches Glas Orangensaft leicht ausgeglichen werden kann. So scheinen weniger die Inhaltsstoffe entscheidend zu sein, sondern vor allem die tatsächliche Kalorienzufuhr. Was heißt das für unsere Ernährungsgewohnheiten? Mälzer und sein Team ziehen aus den Ergebnissen des Praxistests ein Fazit: Ein gesunder Stoffwechsel scheint zumindest für zwei Wochen in der Lage zu sein, ausreichend Nährstoffe aus allen Speisen zu beziehen. Für die ermittelten Blutwerte scheint zumindest in diesem kurzen Zeitraum wichtiger, wieviel gemessen in Kilokalorien gegessen wurde. Das Wohlbefinden wiederum hing davon ab, was auf den Teller kam.

Tim Mälzer sieht das Ergebnis pragmatisch und hofft, dass sich dadurch vielleicht wieder mehr Entspannung beim Essen einstellen wird. Anstatt bestimmte Nahrungsmittel zu verbannen, schlägt er einen genussvollen Umgang vor: Essen soll in erster Linie schmecken und das kann auch mal Burger mit Pommes sein.

Die Dokumentation "Tim Mälzer: Der Ernährungs-Check - Was ist wirklich gesund?" von Katarina Schickling zeigt das Erste am Montag, den 27. Februar um 20:15 Uhr.