Ernährungstrends und -typen in Deutschland

Im Rahmen der Studie "Vernunft und Versuchung - Ernährungstrends und -typen in Deutschland" hat das renommierte Kölner rheingold-Institut zehn Ernährungstypen identifiziert, die jeweils mit einem bestimmten Lebensstil einhergehen. Die Typen heißen "Naturisten", "Tafelfreudige" oder "Mr. und Mrs. Right" und drücken mit der Art, sich zu ernähren, auch ihre Wertvorstellungen aus.
Ernährungstrends und -typen in Deutschland
Der Blick in den Kühlschrank - zwischen Vernunft und Versuchung

Heute gilt mehr denn je: Unsere kulinarischen Vorlieben spiegeln unseren Lebensstil wider. Mit der psychologischen Studie zum Ernährungsverhalten in Deutschland konnte das rheingold-Institut zehn Ernährungstypen ermitteln, die jeweils mit einer bestimmten Lebenshaltung verbunden sind. Dabei steht eine lustvolle Hingabe ans Essen einer disziplinierten Kontrolle gegenüber: Die "Traditionalisten" bevorzugen Hausmannskost, die "Großen Kinder" lieben den schnellen Genuss. Die "Maschinen" betrachten Essen als Mittel zur Leistungsoptimierung, die "Physiologen" interessieren sich für die Inhaltsstoffe und deren Wirkungen auf den Körper.

Erfahren Sie mehr über die zehn Ernährungsstile:

Vier starke Trends hat die Studie identifiziert. Es zeichnet sich ein Naturtrend ab: Verbaucher legen immer mehr Wert auf nachhaltig produzierte (Bio-)Produkte, gerne auch aus der Region. Daneben beobachtet die Studie einen Trend zur Wissenschaftlichkeit. Siegel und Zertifizierungen wie das Ökosiegel, Demeter oder MSC (Marine Stewardship Council) erhöhen das Vertrauen in Lebensmittel. Optik und Inszenierung von Produkten stehen im Ästhetisierungstrend im Mittelpunkt, der Traditionstrend steht für Altbewährtes - was Hausmannskost wie auch altbekannte Marken mit einbezieht. Vor allem dem Naturtrend und dem Trend zur Wissenschaftlichkeit prognostiert die Studie eine Steigerung.

Alle Trends und Ernährungsgewohnheiten sind mit einem Grundthema verbunden: einem verstärkten Rückzug ins Private. Unabhängig von den Ereignissen draußen wird das Leben zu Hause, in der Küche und am Esstisch wichtiger. Durch die Ernährungsweise werden mitunter auch neue Regeln aufgestellt, wie zum Beispiel "ausschließlich Bio" zu essen. Doch diese Konformität ist nur eine Seite der abgrenzenden Ernährungsmuster. Die Ergebnisse der Studie weisen eindeutig auch auf eine individuelle Flexibilität gegenüber anderen Ernährungsstilen hin: So greift der Liebhaber raffinierter Speisen auch mal zu einfacher, herzhafter Hausmannskost.

Die psychologische Studie wurde gemeinsam von Lebensmittel Zeitung, G+J Media Sales, Brigitte und Essen & Trinken initiiert und durch das rheingold-Institut in Köln durchgeführt.

Eine tiefenpsychologische Analyse des rheingold-Instituts finden Sie unter www.lebensmittelzeitung.net