Projekt zur Rettung alter Obstbaumbestände

Zahreiche Obstbaumalleen veraltern: Um den Obstbaumbestand in Deutschland zu erhalten unterstützt die Deutsche Bundesstiftung Umwelt ein Modellprojekt der Organisation Terra Concordia und des Tourismusverbandes Hasetal, das sich für den Erhalt der Obstbäume entlang des niedersächsischen Hase-Ems-Radwegs einsetzt.
Projekt zur Rettung alter Obstbaumbestände
Äpfel zum Pflücken und Sammeln

Obst für alle: Zahlreiche Obstsorten prägen die umfangreiche Kulturlandschaft Deutschlands, die eine große Diversität an Ostsorten umfasst. Viele Kommunen können den Erhalt von Streuobstwiesen und alten Obstbaumalleen nicht ausreichend gewährleisten, was zu einer Überalterung der Bestände führt. Nun haben die Berliner Organisation Terra Concordia und der Tourismusverbandes Hasetal

für ein erstes Konzept zur Pflege alter frei zugänglicher Obstbaumbestände Unterstützung von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt erhalten. Das Modellprojekt, das die Obstbaumbestände entlang des niedersächsischen Hase-Ems-Radwegs umfasst, richtet sich an die Bewohner der Region sowie an Vereine, Verbände, Schulen und die Gastronomie und Gäste der Gegend: Früchtepflücken ganz legal.

Unterstützen kann man die Region Hasetal beispielsweise durch eine Baumpatenschaft, die die Pflege eines oder mehrerer öffentlicher Bäume umfasst. Dazu gehören unter anderem das Wässern, das Sauberhalten der Baumscheibe (bei Neupflanzungen) und das regelmäßige Beschneiden. Weitere Konzepte binden die Gastronomie stärker ein, die beispielsweise die gepflückten Früchte abnimmt und den Gegenwert in spezielle Fonds einzahlt, die zur Pflege der Obstbaumbestände verwendet wird.

Eine Landkarte, die bundesweit herrenlose Bäume zum Früchtesammeln verzeichnet, findet sich unter www.mundraub.org, einer Plattform für Obstallmende. Hier finden sich Äpfel, Birnen, Kirschen, Quitten und Co., aber auch Beeren oder Nüsse zum legalen Pflücken und Sammeln. Und jeder, der selbst frei verfügbare Bäume findet, kann diese hier eintragen.