Shanghai Strassenküchen

Heiße Fladen mit Frühlingszwiebeln gefüllt, gebackene Süßkartoffeln oder typisches Shanghaier Strassenfrühstück, das aus gedämpften unterschiedlich gefüllten Brötchen besteht: "Shanghai Strassenküchen" von Julia Dautel und Nicole Keller steckt voller köstlicher Rezepte und lebendiger Geschichten aus Shanghai.
Shanghai Strassenküchen
Fondue, Teigtaschen und Barbecue: Shanghai Strassenküchen. Authentische Rezepte und Geschichten

Überall in Shanghai finden sich an Straßenecken, in kleinen Gassen oder auf Plätzen in Neubaugebieten unzählige Gar- und Nudelküchen oder winzige Lokale, die frisch zubereitete Spezialitäten aus allen Regionen Chinas anbieten: "Digua" - überbackene Süßkartoffeln, "Jiaozi & Hundun" - gefüllte Teigtaschen oder "Youtia" - frittiertes Stangenbrot. Das Kochbuch "Shanghai Straßenküchen" zeigt ein buntes Potpourri typischer Straßenküchen, die sich überall in den belebten Gegenden der Stadt finden. Neben den Rezepten, die auch immer Variationen und Tipps zur Zubereitung enthalten, finden sich spannende Geschichten zu den jeweiligen Gerichten sowie zu den Köchen, die das Essen zubereiten und aus den unterschiedlichsten Provinzen Chinas stammen. So erfährt man beispielsweise Wissenswertes über ein typisches Shanghaier Frühstück, das häufig aus mamorierten Teeeiern, "Chayedan", die pur oder zu Reis oder Nudeln gegessen werden und aus gedämpften, süß oder pikant gefüllte Brötchen, "Baozi", besteht. Zubereitet wird das Frühstück in einem kleinen Straßenlokal im Viertel der ehemaligen Französischen Konzession von Xu Xia und ihrer Tante, aus der Provinz Anhui. Sie füllen die "Baozi" mit Hack, Gemüse und Tofu oder süßer Bohnenpaste und legen sie in riesige Bambuskörbe zum Dämpfen.

Das Ehepaar Zhu und Wu bietet an einer Straßenecke am selbst gezimmerten Stand "Digua" - gebackene Süßkartoffel an. Eine weitere Spezialität Shanghais sind die "Lanzhou Lamian" - gezogene Nudeln, die halal, also nach muslimischen Regeln, zubereitet werden. Die Nudeln nach Lanzhou Art werden mit verschiedenen Suppen gegessen. "Tianbing" oder "Xianbing" sind süße oder salzige Fladen, Rezepte für Rettich Puffer, scharf gebratenen Tofu oder frittierte Maispfannkuchen folgen. Die Rezepte sind klar strukturiert. Für Zutaten oder benutzte Gerätschaften, die in deutschen Küchen schwer aufzutreiben sind, nennen die Autorinnen Alternativen. Die Rezepte sind auf Chinesisch und Deutsch alphabetisch verzeichnet, eine Karte führt die Herkunftsorte der Strassenköche auf, eine andere die Lage der Straßenküchen in der Stadt, die sich jedoch täglich ändern kann. Die lebendigen, großartigen Fotos von Nicole Keller lassen die Atmosphäre der brodelnden, brutzelnden Straßenküchen lebendig werden und verlocken zum Nachkochen der Köstlichkeiten.

"Shanghai Straßenküchen - Menschen, ihre Geschichten und Rezepte" von Julia Dautel und Nicole Keller ist im AT Verlag erschienen und kostet 24,90 €.

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