Gutes Brot

Was macht ein gutes Brot aus und woran erkennt man es? Mit diesen Tipps sind Sie für den nächsten Einkauf gewappnet. Plus: Wie Sie ein leckeres Brot ganz leicht selbst backen können.

Beim Einkauf: gutes Brot erkennen

Gutes Brot
Die Qualität eines Brotes kann man an wenigen Merkmalen erkennen

Wer beim Brotkauf immer wieder Pech hat und zu faden Produkten greift, kann das nächste Mal auf folgende Kriterien achten: Im Supermarkt lohnt es sich, einen Blick auf die Zutatenliste des Brotes zu werfen. In der Kürze liegt die Würze, ist hier das Motto – ein gutes Brot muss nämlich gar nicht viele Zutaten enthalten. Je länger die Inhaltsliste, je unverständlicher und chemischer sie klingt, desto weniger spricht das für die Qualität des Brots und einen natürlichen Herstellungsprozesses.

Auch beim Bäcker können Sie ruhig einmal nachfragen, wie das Brot hergestellt beziehungsweise welcher Teig dafür verwendet wurde. Wenn möglich, nehmen Sie das Brot ruhig einmal selbst unter die Lupe – natürlich ohne es direkt anzufassen, sondern zum Beispiel geschützt durch eine Papiertüte. Achten Sie hier auf folgende Merkmale: Ist das Brot leichter als gedacht, spricht das dafür, dass es saftig und locker ist. Auch mit dem Daumentest können Sie das nachprüfen: Gibt das Brot nach, ist es frisch und locker. Brote, die in Handarbeit gemacht wurden, weisen unterschiedliche Farben und Formen auf. Je stereotyper sie aussehen, desto mehr spricht also für eine maschinelle Herstellung. Zuhause kann man einen Blick auf die Poren – also die Luftbläschen im Brot – werfen: Sind sie eher groß und unregelmäßig, spricht das für das Brot. Dann hatte es nämlich genügend Zeit zum Gären. Und natürlich sollte jedes Brot mit einem guten Duft und einer knusprigen Kruste überzeugen.

Beim Backen: So gelingt's

Die beste Übersicht über Inhaltsstoffe und Herstellung hat man natürlich, wenn man das Brot einfach selbst backt. Das ist gar nicht so schwer wie man denkt – selbst wenn man keinen Brotback-Automaten hat. Das einfachste Grundrezept für Brot braucht nur eine Handvoll Zutaten: 1 Kilo Mehl, etwa 600 ml lauwarmes Wasser, 1 Hefe-Würfel, 2 TL Salz und wer mag, gibt eine Prise Zucker hinzu. Experimentieren Sie ruhig ein bisschen, bis Sie "Ihre" ideale Zusammensetzung und Vorgehensweise beim Brotbacken herausgefunden haben.

Die Küche sollte möglichst so warm sein, dass Sie sich darin wohl fühlen, und auch die Zutaten sollten Raumtemperatur haben – dann nämlich gelingt der Brotteig am besten. Nun die Hefe im lauwarmen Wasser auflösen und mit Mehl und Salz zu einem Teig verkneten. Das kann ruhig vier, fünf Minuten in Anspruch nehmen, bis er elastisch geworden ist. Wer mag, kann auch etwas Kümmel, Fenchel, Koriander, Anis und andere Gewürze hinzugeben. Den gekneteten Teig nun etwa 20 bis 30 Minuten in einer abgedeckten Schüssel ruhen lassen, damit er aufgehen kann. Hat er sein Volumen verdoppelt, den Teig noch einmal kurz kneten, zu einem Brot formen und auf ein schwarzes Backblech setzen, denn das leitet die Wärme am besten. Dort lassen Sie ihn noch einmal etwa 30 Minuten gehen, bis er sein Volumen wieder verdoppelt hat.

Den Backofen auf 220 Grad vorwärmen und das Blech auf den Boden des Backofens stellen. Eventuell eine feuerfeste Tasse mit Wasser in den Ofen stellen, um Wasserdampf zu erzeugen und das Brot saftig zu halten. Gebacken wird es etwa 40 bis 60 Minuten. Klopft man auf die Unterseite des Brotes und klingt es hohl, ist es fertig. Auskühlen lassen und genießen!