Zehn Fragen an Stevan Paul

Stevan Paul ist Koch, Autor, Food Stylist, Food-Blogger - und hat gerade sein zweites Buch "Schlaraffenland" veröffentlicht: Geschichten übers Kochen, die Liebe und das Leben.

1. Welche drei Lebensmittel hast Du immer im Kühlschrank?

Ein Stück Bergkäse, grüne Waldmeistergötterspeise und mehrere Sorten Senf. Ich bin süchtig nach Senf.

Zehn Fragen an Stevan Paul
Stevan Paul

2. Welche Utensilien sind in Deiner Küche unverzichtbar?

Scharfe Messer sind mir wichtig, es kocht sich einfach schneller und leichter damit. Und Küchenpapier-Rollen, endlos viel Küchenpapier - ich weiß gar nicht, wohin das während des Kochens verschwindet. Jedenfalls brauche ich immer eine Menge davon.

3. Wie häufig stehst Du selbst am Herd?

Beruflich und privat beinahe täglich. Gerade am Ende eines Arbeitstages schätze ich es beim Kochen „runterzukommen“ und noch ein schnelles, leichtes Gericht auf den Tisch zu bringen. Das dann gemeinsam genießen und sich gegenseitig vom Tag erzählen, das mag ich. Ich gehe aber auch gerne essen!

4. Welches ist Dein Lieblingsrestaurant?

Definitiv das Restaurant meines alten Freundes und Kollegen Oliver Trific. Im „Trific“ in Hamburg kocht Oliver eine unprätentiöse deutsch-französische Küche und es gibt viele, freundlich kalkulierte Weine zu entdecken. Oliver und ich, wir haben uns übrigens in der Redaktion von essen & trinken kennen gelernt, teilten uns in den Neunzigern als junge Köche der Versuchsküche ein Büro.

5. Was ist das kurioseste Gericht, das Du je gegessen hast?

Ich glaubte, es wäre ein Glasnudelsalat in den ich meine Stäbchen tunkte. Ich kaute lange und mit Genuss, lobte dann die chinesische Köchin für ihren tollen Glasnudelsalat. Die schüttelte lachend den Kopf: „Nein, nein, das ist Qualle!“

6. Womit kommst Du morgens in die Gänge?

Ein kräftiger Kaffee mit einem Schwupps Milch, das war's. Erst zur Mittagszeit bekomme ich richtig Hunger.

7. Welches Gericht servierst Du für Gäste?

Auf jeden Fall niemals das Gleiche zweimal, jede Gästerunde ist anders, das jahreszeitliche Angebot ist mir zudem wichtig bei meinen Überlegungen. Ich koche aber immer unprätentiös, kein Schischi, wenige Produkte sorgen bestenfalls durch ungewöhnliche Kombination und/oder besondere Zubereitung für ein Aha-Erlebnis. Wenn ich Fleisch serviere, dann große Stücke, ganze Braten oder Schmorgerichte. Das Dessert ist zu vernachlässigen (süß kann ich nicht), ich reiche da lieber einen Käsegang.

8. Was ist Dein absolutes Lieblingsgericht?

Wiener Schnitzel! Die Zubereitung eines perfekten Wiener Schnitzels ist eine hohe Kunst und das beginnt bereits mit der Qualität des verwendeten Kalbfleisches und endet noch lange nicht mit der Güte der verwendeten Semmelbrösel für die Panierung.

9.…und was geht gar nicht?

Ich bin relativ furchtlos. Gekochte Hühnerkrallen würde ich trotzdem kein zweites Mal bestellen.

10. Dein derzeitiges Lieblingsbuch?

Immer dass Kochbuch, dass ich mir als nächstes zulegen werde.

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