Kurze Spargelsaison

Ein langer Winter kann die Spargelsaison verzögern. Dieses Jahr wird sie so kurz wie noch nie. Warum das so ist, erklärt der Hamburger Spargelbauer Heiko Schröder. Und auch, woran man guten Spargel erkennt.

Ein kurzes Vergnügen

Kurze Spargelsaison
Der Spargel lässt auf sich warten: Heiko Schröder beim Spargelanstich

Der lange Winter und die weiterhin noch recht kühlen Temperaturen sitzen nicht nur uns Menschen in den Knochen, auch die Spargelernte verzögert sich. Sie beginnt dieses Jahr so spät wie noch nie – der Hamburger Spargelbauer Heiko Schröder tippt zumindest für den Norden auf Mitte Mai als richtigen Saisonstart. Und dann wird es plötzlich jede Menge Spargel zu günstigen Preisen geben.

Die Spargelzeit verschiebt sich nicht einfach entsprechend der Verspätung des Saisonstarts nach hinten, da am 24. Juni, dem Johannistag, traditionell der letzte Spargel gestochen wird. "Er schmeckt dann nur noch wässrig und hölzern. Zudem würde man die Pflanze schädigen, wenn man sie dann noch sticht", erklärt der Landwirt vom Spargelhof Schröder aus Rosengarten-Vahrendorf, südlich von Hamburg. Der so genannte Johannistrieb des Spargels muss an der Sonne stehen und genügend Licht tanken, das sogar bis in die Wurzeln weitergeleitet wird. Würde man diesen Regenerationsprozess nicht respektieren, hätte die Pflanze nächstes Jahr nicht genug Kraft, um neuen Spargel zu produzieren.

Spargel ist auch sonst anspruchsvoll: Er wird von Hand geerntet und vorher mit einer Folie geschützt, die genügend Wärme sammelt. Und woran man gute Qualität des Spargels erkennt? "Er sollte qietschen, wenn man die Stangen aneinander reibt. Wenn er gut riecht, ist das ebenfalls ein Qualitäts-Zeichen", so der Experte. "Zudem sollte der Spargel keine trockenen Enden haben und nicht bräunlich verfärbt sein." Auch eine Plastikverpackung spricht nicht für die Qualität des Spargels.