Trends in der Cocktailkultur

Die Barkultur erfreut sich in den letzten Jahren wieder großer Beliebtheit: Bartender avancieren zu Künstlern am Shaker und auch ihre Gäste wissen immer häufiger bestens über die verwendeten Zutaten bescheid. Einen kleinen Überblick über die aktuellen Trends der Szene haben wir hier für Sie zusammengestellt.

Highballs

Trends in der Cocktailkultur
Alles andere als altmodisch: ein klassischer Old Fashioned

Eine Cocktail-Variante, die nur auf den ersten Blick unspektakulär erscheint, erlebte zuletzt eine kleine Renaissance: Der Highball. Er besteht lediglich aus einer Basisspirituose und einem kohlensäurehaltigen „Filler“, dazu Eiswürfel und gegebenenfalls einer puristischen Deko. Ähnlich wie bei der modernen, Produkt-zentrierten Küche stehen beim Highball die Charakteristika der verwendeten Zutaten im Vordergrund. Zu den Highball-Klassikern zählen etwa der Moscow Mule (Wodka, Ginger Beer) oder der Gin & Tonic (Gin, Tonic Water).

Gerade um Gin Tonic ist in jüngster Zeit ein regelrechter Hype entstanden, viele Bars bieten inzwischen mehrere Gins und Tonic Waters zur freien Kombination an. Mit der Boilerman Bar

eröffnete der renommierte Hamburger Barkeeper Jörg Meyer vor kurzem eine neue Bar, in der ausschließlich Highballs angeboten werden.

Aperitifweine

Aperitifweine sind aus einer gut sortierten Bar nicht wegzudenken und werden immer häufiger nachgefragt. Ihre vielseitigen Aromen, zum Beispiel durch zugesetzte Kräuter und Gewürze, geben dem Bartender großen Spielraum für Experimente. Dazu verleihen sie vielen Drinks durch ihren intensiven Eigengeschmack auch in kleinen Mengen einen starken Charakter. Aperitifweine sind sehr vielfältig und bieten den Herstellern – verglichen mit anderen Bar-Zutaten - noch viel Raum für Innovation. Zu den beliebtesten Aperitifweinen zählen verschiedene Arten von Wermut, sowie Bitterliköre wie Campari oder der französische Lillet aus verschiedenen Weinen und Fruchtweinen.

Klassiker

Es ist nicht zuletzt der US-Serie „Mad Men“ zu verdanken, dass klassische Cocktails aus vergangenen Jahrzehnten oder sogar Jahrhunderten wieder schwer in Mode gekommen sind. Kreativität und Einfallsreichtum bei der Auswahl der Zutaten gehören für einen guten Bartender zur Kür, doch bei der Zubereitung eines perfekten Old Fashioned (Whiskey, Angostura, Zucker), Negroni (Gin, Wermut, Campari) oder Gimlet (Gin, Lime Juice Cordial) zeigt sich, wer sein Handwerk versteht.

Neues vom Cuisine Style

Der Cuisine Style konnte in den letzten Jahren neue Impulse in der Barszene setzen. Spannende Aromen abseits der bekannten Fruchtnoten waren gefragt, etwa von Chilischoten, Sellerie oder frischen Kräutern wie Salbei oder Basilikum. Auch wenn der Trend bereits ein wenig abebbt, wirkt er noch immer beflügelnd auf die Szene der Bartender. So finden sich heute Drinks mit Tee-Infusionen, „geräucherten“ Spirituosen oder verschiedenen Salzsorten auf so mancher Cocktailkarte wieder – ein Fest für experimentierfreudige Genussmenschen.