Ahoi Marie - Das Bootshaus

Das Hanseatische Designkontor Ahoi Marie! bietet seine maritimen Teller, Tassen, Schifferbecher, Seesäcke und Fischmarkttaschen seit Juli auch im eigenen Laden an: Im Bootshaus finden Liebhaber nordischer Küche leckere Snacks, Tee- und Kaffeespezialitäten. Wir haben Hauke Neumann, dem Gründer von Ahoi Marie, einige Fragen zum neuen Laden gestellt.
Ahoi Marie - Das Bootshaus
Das Bootshaus in der Hamburger Neustadt

Marie, die fesche und sehnsuchtsvoll blickende Seemannsbraut ziert Logo, Schifferbecher und Schalen des 2006 gegründeten Hanseatischen Design Kontors Ahoi Marie. Begleitend stehen ihr Matrosenliebchen Lona und Seemann Piet, lebendige Unter- und Oberwasserwelten sowie diverse Fischschwärme zur Seite. Seit Juli können die maritimen Ahoi Marie Produkte direkt in einem Ladengeschäft in der Hamburger Neustadt erworben werden.

Im frisch eröffneten Bootshaus bieten Ahoi Marie Gründer Hauke Neumann und sein Team neben Schifferbechern, Schiffertellern, Seesäcken und Co. gleich noch die richtige Verpflegung für den Landgang an: Fischbrötchen, Pfeffermakrele, Salate und Suppen sowie selbst gebackene Kuchen, frisch aufgebrühten Kaffee und Tee. Der kleine wunderschöne Laden greift das Design der Ahoi Marie Produkte auch bei der Einrichtung auf: Das blau-weiße Interieur mit großen Holztischen und -stühlen, geflieste Wände mit Fischmotiven, offene mit Ahoi Marie Produkten gefüllte Regale, sowie eine große Karte hinterm Tresen, die alle Leckereien auflistet, laden zum Bleiben ein. Wir sind geblieben und haben Hauke Naumann bei einer Tasse Tee einige Fragen zum neuen Liegehafen von Ahoi Marie gestellt:

Wie ist das Konzept zum Bootshaus entstanden?

Hauke Neumann: Die Idee dazu hatte ich schon länger im Hinterkopf: Also, wenn ich mal einen Laden aufmache, wo ich meine Produkte verkaufe, wollte ich, da ich ja schon viel für die Küche mache, auch „leichte Speisen“ anbieten: Suppen, Salate, so ein bisschen Brotzeit mit schönen regionalen Produkten, ein wenig norddeutsch angehaucht. Dann gab es diesen Raum, mit den Fisch-Fliesen, das passte irgendwie. Angeblich war's vorher mal ein Fischladen, die Kacheln zeugen noch davon ... Keine Ahnung, ob es stimmt, aber es ist so oder so eine schöne Geschichte.

Wie kam die Einrichtung zustande?

Das Interieur habe ich zusammen gesucht. Das sollte eine Mischung aus alt und jung sein. Zusammen mit den alten Fliesen, neuen Tischen und einem schicken Regal sollte alles ein bisschen gemischt wirken. Aber auch gemütlich und ein junges Publikum ansprechend. Durch die Produkte habe ich ja auch eher eine junge Zielgruppe, Leute in Großstädten, die auch designorientiert sind. Aber hier in der Ecke [ Hambuger Neustadt, Anm. d. Red.] sind ja auch viele Touristen, die gerne unsere Becher als Mitbringsel kaufen. Der Laden soll frisch wirken und unser Publikum ansprechen. Aber er spiegelt natürlich auch meinen Geschmack wieder. Die Lampen überm Tresen sind aus umgedrehten Schalen selbst gebastelt. Einfach miit dem Diamantbohrer schön durchgekübelt, aber das dauert zu lange, als damit in Serie zu gehen (lacht.)

Wie entstehen die Ahoi Marie Produkte? Ihr macht das Design und der Porzellanhersteller Kahla produziert?

Genau, auch wenn ich persönlich das Design jetzt nicht entwerfe. Das sind in der Regel befreundete Illustratoren. Das Interieur des Bootshauses und die Schrift, zum Beispiel auf der Speisekarte, hat meine ehemalige WG-Mitbewohnerin, die Illustratorin und Graphik-Designerin Helma Janssen, entworfen. Wie auch die Lona und Piet Schifferbecher und das Unterwasserwelten Design, das ja irgendwie auch das Gesicht von Ahoi Marie ist. Da arbeite ich schon sehr eng mit Helma zusammen.

Das Brennen mach ich dann selber. Das Porzellan kaufe ich roh bei Kahla ein, ist eine gängige Serie von Kahla, Pronto. Die Vorlagen dazu, für den keramischen Siebdruck, kommen auch aus Thüringen, eine kleine Druckerei, die sich darauf spezialisiert haben. Die kriegen von uns die Entwürfe, machen ein bisschen Litho und schicken uns dann die Bögen. Das ist eine gängige Methode zum Keramikbrennen. Nach Bedarf produzieren wir dann. In Wilhelmsburg habe ich meinen Brennofen stehen, sowie ein kleines Lager und da wird dann jeder Becher per Hand bedruckt.

Was bietet ihr in eurer "Maritimen Speisekammer" an?

Das ist so eine Mischung aus Brotzeit und kalten Speisen. Wie Krabbenfrikadellen, vom Fischhändler Friedrchskroog, oder Stremellachs mit Salat. Auf der regulären Karte haben wir belegte Bagels mit schönen regionalen Produkten wie Deichkäse aus einer kleinen Käserei aus Schleswig Holstein oder Katenschinken von einer kleinen Räucherei. Der Fisch, den wir als Fischbrötchen oder Salatbeilage anbieten kommt von Hamburger Fischhändler Hagenah. Für den Mittagstisch gibt es noch Salate und Suppen, die wir von einem befreundetem Caterer geliefert bekommen - frisch zubereitet.

Kaffee und Kuchen bieten wir auch. Den backt Anett, unsere Kuchendame, die noch diverse andere Hamburger Cafés beliefert.

Und der Kaffee? Erwarten nicht alle eher Ostfriesentee?

Zuerst wollten wir eigentlich nur Filterkaffee anbieten, also frisch aufgebrühten, aber die Leute sind auf Cappuccino und Latte abonniert. Jetzt haben wir beides. Unser Filterkaffee kommt von Quijote Kaffee Kooperative, eine Hamburger Kaffeeröseterei. Die italienischen Espressobohnen liefert der Espressomaschinenhersteller mit. Unser Tee, echter Ostfriesentee, kommt von Thiele aus Emden.

Hast Du ein maritimes Lieblingsessen? Einen Restauranttipp für Hamburgbesucher?

Früher habe ich immer sehr gerne Labskaus gegessen, ansonsten Fischbrötchen. Ich mag das FuH in Ottensen. Die haben eine tolle regionale Küche - alles wird dort verwurstet. Sonst bin ich ein ziemlicher Pasta-Fan.

Vielen Dank für das Gespräch.

www.ahoi-marie.com