Der Hamburger Senatsbock

Mit dem feierlichen Anstich des Senatsbock am 28. Januar haben fünf Hamburger Brauereien eine fast vergessene, gemeinsame Tradition wieder aufleben lassen: ein gemeinsam eingebrautes Starkbier für die Bewohner und Freunde Hamburgs.
Der Hamburger Senatsbock
Feierlicher Anstich: Uwe Seelers Neffe Joachim Seeler (links) beim Anstich mit den fünf beteiligten Braumeistern

Der Senatsbock: Eine wiederentdeckte Tradition

Es fällt den Beteiligten nicht schwer, zuzugeben, dass die Idee des gemeinsam eingebrauten Senatsbock alles andere als neu ist. Von der Nachkriegszeit bis in die Siebzigerjahre wurde der Senatsbock als Gemeinschaftsproduktion verschiedener Hamburger Brauereien verkauft. Als saisonales Produkt stand es für die "fünfte Jahreszeit" - die Bockbierzeit. Ende 2013 entstand die Idee, die Tradition des Senatsbocks wiederzubeleben. Im Jahr 2015 sind es die Privatbrauerei Gröninger, die Kehrwieder Kreativbrauerei, die Brauerei Johann Albrecht, Blockbräu und Ratsherrn, die sich zum "Co-Brewing" zusammengeschlossen haben.

Malzbetont und kräftig

Entgegen des Trends zum hopfenbetonten Ale setzt der Senatsbock auf einen kräftigen Malzcharakter, ermöglicht durch eine ausgeklügelte Mischung von fünf verschiedenen Malzsorten. Röstige Aromen von Kaffee und Kakao treffen auf ein samtiges Mundgefühl, der Trinkfluss ist angesichts der stolzen 7,7 % Alkohol überraschend leicht. In jedem Fall ist der Senatsbock ein Bier, das man in Norddeutschland sonst lange suchen muss - und damit eine echte Bereicherung für die regionale Bierszene.

Der Hamburger Senatsbock
Dunkler Doppelbock aus der Hansestadt: der Hamburger Senatsbock

Der Hamburger Senatsbock ist ab jetzt bei allen beteiligten Brauereien in den Flaschengrößen 0,33 l und 0,75 l erhältlich. Die 0,75 l-Flasche kann für rund 7 € per Mail an die Kehrwieder Kreativbrauerei bestellt werden, die 0,33 l-Flasche gibt es für 2,29 Euro im Craft Beer Store.