Alternativen zu Alufolie

Alufolie ist aus der Küche kaum wegzudenken, aber die Herstellung belastet die Umwelt. Sie zu ersetzen, erfordert vor allem eines: Gewohnheiten umzustellen. Zwei Ideen, wie es klappen kann.

Das Problem: energieintensive Herstellung

Alternativen zu Alufolie
Süßkartoffeln in Alufolie

Die Grillsaison hat begonnen und mit ihr die Zeit, in der Alufolie nur so von den Rollen gleitet: Kartoffeln in Folie, Gemüse im Päckchen, Reste silbern verpackt. Es gibt viele praktische Gründe, sie zu benutzen - und genauso viele, es nicht zu tun. Vor allem der Umwelt zuliebe: Denn um an den Rohstoff Bauxit, ein Aluminiumerz, zu gelangen, wird massiv Regenwald abgeholzt. Zudem werden für die energieintensive Aluminiumherstellung Wasserkraftwerke gebaut, die riesige Landstriche überfluten. Auch entsteht bei der Herstellung mit Schwermetallen belasteter Rotschlamm, der als Abfall deponiert werden muss. Erreicht die Folie dann unsere Küche, sollte der Verbraucher achtsam damit umgehen. Packt er nämlich saure, basische oder salzhaltige Lebensmittel darin ein (also etwa mit Zitronensaft beträufelten Fisch), kann sich Aluminium lösen und ins Essen gelangen. Noch streiten die Wissenschaftler, ob das Leichtmetall für den Menschen schädlich ist und sogar Alzheimer begünstigen kann, ein Zusammenhang wird weiter untersucht.

Idee 1: Päckchen aus Blättern

Alternativen zu Alufolie
Fischpäckchen vom Grill

Zum Garen: Nicht nur umweltschonender, sondern auch dekorativer als Alufolie sind getrocknete Maisblätter. Einfach einweichen, Fisch und Gemüse darin einwickeln und ab auf den Grill oder in den Ofen damit (45 Stück, ca. 6,50 Euro über www.latortilla.de).

Ebenso gut eignen sich Bananenblätter (100 g, ca. 2,50 Euro), erhältlich im Asia-Laden oder online (www.asiashoponline.de).

Aromagebende Varianten sind etwa Grillpapier aus Zedernholz oder australische Teebaumrinde, die Fisch oder Fleisch ein rauchiges Aroma gibt. Die sogenannte "Paperbark Roll" kostet ca. 20 Euro (3 Stück über www.bosfood.de).

Idee 2: Wiederverwertbare Bio-Folie

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Wiederverwertbare Bio-Folie von Abeego

Zum Frischhalten: Nach dem Essen die Misere: wohin mit den Resten? Die Lösung bietet eine Folie, die aus Bio-Baumwolle, Harz, Jojobaöl, Hanffaser und Bienenwachs besteht. Das Wachs wirkt von Natur aus antibakteriell - und duftet nebenbei sogar. Genau wie Alufolie passt sie sich der Form der Lebensmittel an. Sie hält sie frisch und lässt sie sogar atmen. Das Tolle daran: Nach dem Gebrauch lässt sie sich einfach kalt oder lauwarm abspülen und wiederverwenden. Die "Abeego Frischhaltefolie" kostet ca. 18 Euro, über www.fairmondo.de.