Olivensorten

Oliven sind extrem vielseitig und es gibt unzählige Sorten dieser Steinfrucht. Sie wachsen im gesamten Mittelmeerraum und werden entweder zu Olivenöl verarbeitet, in warmen Gerichten mitgekocht, gefüllt oder pur verwendet. Die zahlreichen Olivensorten unterscheiden sich im Geschmack, in der Farbe und der Größe. Lesen Sie mehr zu den bekanntesten Olivensorten, woher sie kommen und wie sie schmecken.

Spanische Olivensorten

Olivensorten

Spanische Manzanilla-Oliven mit Knoblauchpaste gefüllt

Olivensorte Arbequina: Die Arbequina-Olive stammt aus Katalonien und ist kaum größer als eine Haselnuss. Sie verfügt jedoch über einen sehr intensiven Geschmack. Die Oliven werden grün geerntet und haben einen fruchtig-herben Geschmack. Öle aus dieser Olivensorte schmecken leicht nussig und enthalten wenig Säure.

Olivensorte Gordal: Die Gordal-Olive ist wegen ihrer Größe auch unter dem Namen Queen- oder Jumbo-Olive bekannt. Sie wird vorwiegend gegessen und hat ein mildes weiches Fruchtfleisch. Tipp: Aufgrund ihres milden Geschmacks ist die Gordal die ideale Olivensorte, um einen Martini zu garnieren. Dank ihrer Größe kann die fleischige Frucht problemlos gefüllt werden. Die Jumbo-Olive wird inzwischen nicht mehr nur in Spanien, sondern auch in Kalifornien angebaut.

Olivensorte Hojiblanca: Diese Olivensorte wurde früher nur zu Öl verarbeitet, ist inzwischen aber auch zu einem beliebten Snack avanciert. Sie wird reif, also schwarz, geerntet und stammt aus dem typischen Olivenland Andalusien. Olivenöl aus Hojiblanca sichert vielen Bauern den Lebensunterhalt, weswegen der Olivensorte in Málaga sogar ein Museum gewidmet ist. Das Fruchtfleisch der Hojiblanca-Olive ist fest und fruchtig.

Olivensorte Manzanilla: Die Manzanilla-Olive ist die beliebteste Tafelolive überhaupt und wird nicht mehr nur in ihrem Ursprungsland Spanien, sondern auch in zahlreichen anderen internationalen Olivenanbaugebieten kultiviert. Der Name, kleiner Apfel (spanisch: Manzanilla), verweist auf die Form dieser Olivensorte. Manzanilla-Oliven werden sowohl grün als auch schwarz geerntet und dürfen gefüllt mit Paprika oder Sardellenpaste auf keiner Tapasplatte fehlen.

Olivensorte Picual: Die Picual-Olive ist neben der Manzanilla wohl die wichtigste Olivensorte Spaniens. Sie wird schwarz geerntet und zu Olivenöl verarbeitet. Olivenöl aus andalusischen Picual-Oliven ist bekannt für seinen intensiven, fast pfeffrigen Geschmack. Da Öl aus dieser Olivensorte über besonders viele Anti-Oxidantien verfügt, ist es besonders lange haltbar. Picual-Oliven werden inzwischen auch in Israel angebaut.

Italienische Olivensorten

Olivensorte Coratina: Coratina-Oliven stammen aus Apulien und werden fast ausschließlich für die Gewinnung von Olivenöl verwendet. Eine Olivensorte, die geerntet wird, wenn die Färbung von Grün zu Schwarz wechselt. Coratina-Ölbäume wachsen schnell und sind sehr anpassungsfähig, weswegen sich die Coratina-Olive auch außerhalb Italiens durchgesetzt hat. Das Öl dieser Olivensorte hat einen pfeffrigen Geschmack, der beim Kochen nicht so leicht verloren geht. Dank der vielen Polyphenole ist das Öl der Coratina-Olive lange haltbar.

Olivensorte Taggiasca: Die kleine Taggiasca-Olive stammt aus Ligurien, wo sie auch heute noch das Alltagsleben der Menschen prägt. Die Farbe der Taggiasca reicht von beige bis dunkelbraun und sie ist mit ihrem milden Geschmack, der an Pinienkerne erinnert, der Geheimtipp vieler Oliven-Liebhaber. Auch das Öl der Olivensorte ist mild, jedoch mit einem erstaunlich würzigen Abgang.

Griechische Olivensorten

Olivensorten

Griechische Kalamata-Oliven mit Kräutern

Olivensorte Kalamata: Die rötlich-braunen bis schwarzen Kalamata-Oliven haben eine härtere Schale, sind sehr aromatisch und ein wenig salzig. Sie sind mandelförmig und werden in der Region Messenien auf der Insel Peloponnes geerntet. Meist werden sie in einer Mischung aus Essig und Öl eingelegt, doch wird aus der Olivensorte auch Öl gewonnen.

Olivensorte Konservolia: 80 Prozent der griechischen Oliven sind Konservolia-Oliven. Sie stammen aus Zentralgriechenland und können je nach Herkunftsregion noch den Zusatz Amphissis, Atalantis oder Stilidas haben. Diese Olivensorte wird in schwarzem Zustand geerntet und nicht entkernt. Sie hat festes Fruchtfleisch und eine relativ harte Schale.

Olivensorte Koroneiki: Die Koroneiki-Olive ist die beliebteste Ölolive in Griechenland. Die kleine, würzige Olivensorte ist typisch für Kreta, wo sie auch zum Verzehr gereicht wird. Olivenöl aus dieser Olivensorte duftet stark und hat ein zartes Zitronen-Aroma: Es gilt als eines der besten Olivenöle weltweit.

Französische Olivensorten

Olivensorte à la Grecque: Oliven à la Grecque stammen nicht, wie der Name vermuten lässt, aus Griechenland, sondern aus Südfrankreich und Nordafrika. Die kleine schwarze Olivensorte wird nach der Ernte mehrfach eingestochen, eingesalzen und trocken vergoren. Dadurch verlieren die Oliven Wasser und werden schrumpelig wie Trockenfrüchte. Ein toller Nebeneffekt ist das intensive Aroma der Olivensorte, das an getrocknete Weinbeeren erinnert.

Olivensorte Cailletier: Diese Olivensorte stammt aus dem Gebiet Alpes-Maritimes und ist auch als Niçoise oder Nizza-Olive bekannt. Die Farbe der Cailletier changiert zwischen rötlich-braun und violett-schwarz. Besonders lecker ist das Öl der Cailletier-Olive, das von hoher Qualität ist und einen leichten Nussgeschmack aufweist. Die würzige Cailletier-Olive wird traditionell dem Salade niçoise und Tapenaden beigefügt.

Olivensorte Picholine: Die Picholine-Olive wird grün geerntet und stammt aus der Provence. Die mittelgroße Olivensorte ist länglich und hat einen an Haselnuss erinnernden Geschmack. In reifem, schwarzem Zustand werden die Oliven zu einem kräftigen, fruchtigen Öl verarbeitet.

Olivensorte Tanche: Das Öl der Tanche-Olive gilt als eines der hochwertigsten Olivenöle − nicht umsonst wird diese Olivensorte aus der Gegend um Nyon "la perle noire" (schwarze Perle) genannt. Das Öl ist angenehm mild und hat eine gelb-grüne Farbe. Die Tanche-Olive wächst in der Gegend um Nyon und hat im Gegensatz zu südlicheren Olivensorten ein zarteres Aroma. Mit ihrem angenehmem Geschmack und der fleischigen Konsistenz eignet sich die Olivensorte auch zum Verzehr.

Türkische Olivensorten

Olivensorten

Türkische Gemlik-Oliven

Olivensorte Edremit: Diese Olivensorte hat ihren Ursprung in der Bucht von Edremit. Die Früchte sind vielseitig verwendbar, werden sie doch in grünem sowie schwarzem Zustand geerntet und zu Olivenöl verarbeitet. Sie sind relativ groß, fleischig und haben ein mildes Aroma. Öl aus Edremit-Oliven ist mittelkräftig und hat eine leicht grasige Nuance.

Olivensorte Gemlik: Gemlik-Oliven sind mittelgroße, schwarze Oliven, die ein intensives, salziges Aroma aufweisen. Sie sehen zwar leicht runzlig aus, haben aber ein vollmundiges Fruchtfleisch. Die Olivensorte aus der Region Gemlik wird nicht nur als Tafelolive verzehrt, aus ihr wird auch ein kräftiges Öl hergestellt.