Panforte

Panforte schmeckt nicht nur zu Weihnachten. In seiner Heimat wird das italienische Gebäck inzwischen das ganze Jahr über genossen. Alles über die Zutaten für Panforte und die verschiedenen Sorten können Sie hier nachlesen.

Panforte: Gebäck aus der Toskana

Panforte
Panforte

Bei Panforte handelt es sich um einen Gewürzkuchen aus der toskanischen Stadt Siena. Man vermutet, dass Panforte auf die Zeit der Handelsreisenden zurück geht und orientalisch inspiriert ist, da Siena ein wichtiger Umschlagsplatz für internationale Waren war.

Zunächst verschenkten die Italiener Panforte vor allem zu Weihnachten. Heute gibt es das Früchtebrot das ganze Jahr über als Dessert.

Bei uns findet man Panforte in italienischen Spezialitätengeschäften und in einigen gut sortierten Supermärkten.

Optisch ähnelt das Gebäck sehr dem ebenfalls beliebten Torrone. Panforte ist allerdings wesentlich weicher. Auch mit dem bei uns beliebten Lebkuchen gibt es geschmacklich einige Gemeinsamkeiten. Im Unterschied zum Lebkuchen werden die Zutaten für Panforte jedoch nur sehr grob zerkleinert.

Panforte: nussig, würzig und süß

Panforte
Panforte wird mit Mandeln gemacht

Panforte ist ein äußerst reichhaltiges Gebäck. Es strotzt nicht nur vor Süße, sondern zeichnet sich auch durch eine große Gewürzvielfalt aus.

Für Panforte benötigt man zunächst Nüsse. In der Regel werden Haselnüsse und Mandeln verwendet. Im Grunde können Sie für Panforte aber auch andere Nüsse wie Macadamias, Walnüsse oder Paranüsse verwenden. Die Nüsse werden geröstet, grob gehackt und dann mit Mehl und kandierten Früchten vermengt. Typisch für Panforte sind Zitronat, Orangeat und kandierter Ingwer.

Gewürzt wird mit Nelken, Muskat oder Muskatblüte, Koriander, Piment, Kardamom und Ingwer. Wer es sich ein wenig einfacher machen möchte, der kann auch ein Lebkuchengewürz verwenden.

Seine köstlich-klebrige Konsistenz erhält Panforte durch eine Mischung aus Puderzucker und Honig, die erwärmt und dann unter die restlichen Zutaten gehoben wird.

Panforte wird eigentlich auf dünnen Oblaten gebacken. Sie können aber auch eine runde Backform verwenden und es ohne einen Boden herstellen. Die Form sollte in dem Fall mit Backpapier ausgelegt sein, damit sie das Panforte später problemlos daraus lösen können.

Frisch aus dem Ofen ist Panforte übrigens noch recht fest und sollte einige Tage lagern, bevor es verzehrt wird. Die gute Nachricht ist, dass sich der Gewürzkuchen mehrere Monate hält.

Panforte: die verschiedenen Sorten

Panforte
Panforte bianco

Es gibt inzwischen verschiedene Varianten des Panforte. Das Originalrezept wird mit Puderzucker bestäubt genossen und nennt sich Panforte bianco. Eine dunklere Version mit Kakao und kandierter Melone wird als Panforte nero bezeichnet. Ein Panpepato wird durch besonders viel Kakao noch dunkler als Panforte nero und enthält zusätzlich Pfeffer.