Papaya: Kleine Warenkunde

Die Papaya ist eine exotische Beerenfrucht ähnlich einer Melone. Lesen Sie hier nach, was diese köstliche und gesunde Frucht so wertvoll und interessant macht.

Charakteristik

Die Papaya stammt ursprünglich aus Mittelamerika. Die Hauptanbaugebiete sind Brasilien, Thailand, Mexiko, Westafrika, Hawaii, Indien und andere tropische Gebiete der Erde. Die Papaya wächst auf einer bis zu zehn Meter hohen palmenähnlichen Pflanze, die große Blätter trägt, die denen eines Feigenbaums ähneln. Aus den weißen befruchteten Blüten entsteht die oval grün-gelbe Frucht. Das Fruchtfleisch ist hellorange bis rosa und in der Mitte befinden sich viele kleine schwarze Kerne, die mit einer dünnen Schicht überzogen sind. Bei uns sind die Früchte zwischen einem halben bis einem Kilogramm schwer, doch andere Sorten, zum Beispiel aus Mexiko, können bis zu sechs Kilogramm schwer und 45cm lang werden. Die süße reife Frucht ist weich und erinnert geschmacklich an Aprikose, Melone und Himbeere. Durch Zucker, Zitronensaft oder Ingwer wird der süße Geschmack noch intensiver. Auch die Kerne sind essbar, sie schmecken ähnlich scharf wie Kapuzinerkresse und sind leicht herb.

Einkauf und Lagerung

Papayas sind bei uns das ganze Jahr über erhältlich. Sie kommen meist aus Brasilien oder Hawaii. Papayas reifen gut nach, wenn sie bereits gelbliche Streifen oder Flecken haben. Sind sie noch insgesamt grün, bleiben sie unreif. Lässt sich die Haut der Papaya leicht mit dem Finger eindrücken, ist sie essreif. Papayas verderben leicht und dürfen nie unter 7°C gelagert werden. Sie sollte trocken und vor direkter Sonneneinstrahlung geschützt lagern. Reife Früchte lassen sich etwa eine Woche im Kühlschrank aufbewahren. Sie eignen sich ebenso zum Einfrieren oder Kandieren.

Inhaltsstoffe und Wirkung

Das Fruchtfleisch der Papaya ist reich an Natrium, Kalium, Kalzium, Phosphor, Magnesium, Niacin, Vitamin A und C. Außerdem enthalten Papayas eiweißspaltende und fettspaltende Enzyme wie Papain, Chymopapain, Lysozym und Lipase. Daher sollen Eiweiß und Fett schneller verdaut werden und sie soll eine entzündungshemmende Wirkung besitzen. In unreifen Früchten und in den Kernen ist das meiste Papain enthalten. In der Lebensmittelproduktion wird es verwendet, um Fleisch zarter zu machen. Man kann das Fleisch in Papayasaft oder in Papayapulver einlegen, in die Blätter der Pflanze einwickeln oder mit einem Fruchtstreifen belegen. Speisen, die mit Gelatine zubereitet werden, gelieren nicht, wenn sie Papaya enthalten. Man sollte stattdessen also Agar-Agar oder Pektin zum andicken verwenden.

Verwendung und Verzehr

Papayas können reif wie Melone verzehrt werden. Sie schmecken besonders gut mit Käse oder Schinken. Man kann sie in Port- oder Brandwein einlegen, als Zutat in Fruchtsalaten verarbeiten oder einfach auslöffeln. Der Saft kann für Sorbets oder Getränke verwendet werden. Reife Früchte können auch gekocht, gebraten oder gedünstet werden. Bereitet man sie mit Fleisch zu, wird es besonders zart. Die unreifen grünen Früchte können als Gemüse verarbeitet werden wie Kohlrabi oder Zucchini. Sie sind besonders schmackhaft sauer eingekocht als Chutney, in Salsas und Currys. Da Papaya kaum oxidiert, ist sie auch gut für Dekorationszwecke geeignet.