Pitaya: Kleine Warenkunde

Die Pitaya, auch Pitahaya, ist eine Kaktusfrucht und aufgrund ihres Äußeren auch als Drachenfrucht bekannt. Was das Besondere an ihr ist und alles, was Sie wissen müssen im Umgang mit diesen interessanten fröhlich-leuchtenden exotischen Früchten, erfahren Sie hier!

Charakteristik

Pitaya: Kleine Warenkunde
Rote Pitaya mit weißem Fruchtfleisch

Die Pitaya ist etwa 8-15 cm lang und kann bis zu 500 g schwer werden. Bei uns sind drei Sorten erhältlich: eine gelbe und eine rote mit weißem Fruchtfleisch und eine rote mit rotem Fruchtfleisch. Die gelbe Frucht ähnelt rein äußerlich einer Kaktusfeige mit zapfenartigen Wölbungen. Ihre Dornen werden vor dem Transport entfernt. Ihre Oberfläche ähnelt der Vorstellung von einer Drachenhaut, daher der umgangssprachliche Name. Die rote Pitaya hat eine glatte Schale mit flammenartigen Schuppen, die entweder gelb-grün oder ebenfalls rot sind. Die Konsistenz des Fruchtfleisches ist kiwi-ähnlich, jedoch nicht faserig, sondern eher geleeartig und enthält viele kleine schwarze Samen. Die Pitaya schmeckt von fein säuerlich bis sehr süß und ist durch ihren hohen Wassergehalt erfrischend-fruchtig, wobei die drei Sorten verschieden intensive Aromen haben. Die gelbe Frucht ist süß und aromatisch, die rote ist fast geschmacksneutral. Die rote Pitaya mit dem roten Fruchtfleisch ist am intensivsten im Geschmack. Die Vergleiche bewegen sich zwischen Kiwi, Stachelbeere, Birne und Erdbeere. Ist die Pitaya nicht reif geerntet worden, hat sie allerdings kaum Aroma und schmeckt wässrig.

Herkunft, Wirkung und Saison

Die Pitaya stammt ursprünglich aus den subtropischen Gebieten Süd- und Mittelamerikas, wird aber auch in Asien angebaut. Hauptanbaugebiete sind Kolumbien, Nicaragua, China, Vietnam und Israel. Bei uns ist die Pitaya das ganze Jahr über erhältlich. Die Pitaya besteht aus 90% Wasser, enthält Calcium, Eisen und Phosphor, sowie die Vitamine B, C und E. Sie ist verdauungsfördernd, jedoch wirken die schwarzen Samen bei großen Verzehrmengen abführend. Zerkaut man sie, wird dieser Effekt verstärkt. Die Saison variiert je nach Herkunftsland. Bei uns sind Pitayas in geringen Mengen fast das ganze Jahr über erhältlich. Der Anbau von Pitayas ist generell problematisch, da die Pflanze vor der ersten Ernte mindestens zwanzig Jahre alt sein muss. Außerdem blüht sie nur eine Nacht und muss dann bestäubt werden.

Einkauf und Lagerung

Pitayas sind druckempfindlich und deshalb schwer zu transportieren. Beim Kauf einer Pitaya müssen Sie die Farbe und Härte der Frucht prüfen. Die überreife Frucht ist zu weich und die unreife Frucht ist noch grün. Sie darf keine Druckstellen haben, muss leichtem Druck etwas nachgeben und eine gleichmäßige Farbe aufweisen. Die reife Frucht ist bei Zimmertemperatur etwa 12 Tage haltbar. Wenn Sie Druckstellen vermeiden wollen, stellen Sie die Frucht hochkant bei trockenen Luftverhältnissen auf. Benetzen Sie die Früchte von Zeit zu Zeit mit etwas Wasser, damit sie nicht austrocknen. Im Kühlschrank sind sie sogar 15 Tage haltbar. Zum Nachreifen sollte die Pitaya kühl und auf eine weiche Unterlage gelegt werden.

Verwendung und Verzehr

Pitayas werden in ihren Herkunftsländern meist zur Dekoration von Buffets verwendet. Man kann sie frisch gekühlt der Länge nach aufschneiden und wie eine Kiwi auslöffeln. Reife Früchte kann man am oberen Ende einschneiden und die Schale abziehen. Für Süßspeisen zum Beispiel im Obstsalat, auf Torten, als Eis, in Milchshakes und Erfrischungsgetränken, aber auch in Salaten, mit Schinken und Käse und zu Fisch sind sie gut geeignet. Früchte mit wenig Geschmack entfalten ihr Aroma am Besten mit Sirup, Marmelade oder Rum. Eigentlich werden Pitayas roh verzehrt, da sie beim Kochen ihr Aroma verlieren, doch unreife Früchte lassen sich in Gerichten wie Gemüse verarbeiten.