Pizza: das italienische Nationalgericht

Die Pizza erlebte in den vergangenen Jahrzehnten einen unaufhaltsamen Siegeszug. In zahllosen Varianten nach Italienischer, Amerikanischer oder sogar Deutscher Art (mit Sauerkraut!), eroberte die Pizza weltweit Restaurants, Tiefkühltruhen und Lieferservices.

Die Herkunft der Pizza

Salami-Pizza
Pizza ist auch in Deutschland sehr beliebt

Über den Ursprung der Pizza finden sich unterschiedliche Informationen. Als gebackenes Fladenbrot soll der Vorläufer “pita“ seit der Antike bekannt sein. Die italienische Pizza kam mit der Verbreitung der Tomate wohl im 18. Jahrhundert auf. Richtig interessant wird es dann mit der Erfindung der Pizza Margherita, die noch heute die wahrscheinlich populärste Pizza ist.

Königlicher Pizzabäcker

Der “Pizza Legende“ nach servierte der Pizzabäcker Raffaele Esposito der Königin Margherita, Gattin des Königs Umberto I., im Jahre 1889 in Neapel eine Pizza. Esposito hatte sie mit Zutaten in italienischen Tricolore-Farben belegt: roten Tomaten, weißem Mozzarella und grünem Basilikum. Diese Pizza muss wohl hervorragend geschmeckt haben, schließlich ist die Pizza Margherita nicht nur im Pizza Ranking immer noch ganz oben, sie ist auch die Grundlage für zahllose Variationen von Pizza - mit Pilzen, Thunfisch, Schinken, Salami oder Artischocken und anderem Gemüse.

Pizza: traditionell zubereitet

Die “Pizza napoletana“ ist ein eingetragenes EU-Warenzeichen. Zu ihrem Erhalt hat sich in Neapel sogar eine Vereinigung, die “Associazione Verace Pizza Napoletana“, zusammengeschlossen. Deren Mitglieder kommen aus der ganzen Welt und dürfen in ihren Heimatländern ihre belegten Teigfladen als echt neapolitanische Pizza bezeichnen, wenn sie sich an die vorgeschriebene Zubereitung halten.

Üblicherweise wird Pizza bei sehr hohen Temperaturen gebacken, ideal sind bis zu 500 Grad. Am besten gelingt Pizza im klassischen Steinofen, hier herrscht die nötige Hitze und die Pizza wird kross am Rand und saftig in der Mitte. Für den Hausgebrauch gibt es Pizza Steine für den Backofen. Ein Pizza Stein speichert die Hitze und nimmt überschüssige Feuchtigkeit auf, die den Boden der Pizza sonst matschig macht.

Pizza: Teig und Sauce

In einen klassischen Teig für Pizza kommen lediglich Wasser, Mehl, Hefe, Salz und Olivenöl. Es gibt verschiedene Rezepturen, jeder Pizza Bäcker hat natürlich seine eigene ultimative Teigmischung. Einige erstellen einen Vorteig (Biga), andere entscheiden sich für die “kalte Gärung“ über Nacht (Kalt gegangener Hefeteig).

Klassische Pizza Sauce wird mit Knoblauch, Zwiebeln und Kräutern gekocht. Das ergibt einen würzigeren Geschmack als pure Dosentomaten oder frische Tomatenscheiben. Das Ergebnis sollte eine relativ sämige Sauce sein, die gut an der Pizza haftet.

Pizza
Hier kommt starke Konkurrenz für den Pizza-Lieferservice und tiefgekühlte Pizza: selbst gemachte Pizza ist schneller gebacken als man denkt und schmeckt einfach besser! Und das Tolle: man kann sie nach Herzenslust belegen!