Zubereitung einer Pute

Früher nur für besondere Anlässe zubereitet, hat heute die Pute ganzjährig Saison. Wir erklären Ihnen, wie Sie die Pute im Ganzen zubereiten und anschließend fachmännisch tranchieren können.

Die Pute ist ein weiblicher Truthahn und wird auch Truthenne genannt. Die Pute wird selten schwerer als 7,5 Kilogramm und ist besonders wegen ihrer fleischigen Brust beliebt.

Zubereitung einer ganzen Pute

Zubereitung einer Pute

Keule und Brust bilden ein leckeres Puten-Duo.

Die küchenfertige Pute mit klarem Wasser waschen, das Fleisch auf Federkiele prüfen und bei Fund entfernen. Anschließend innen und außen mit Salz und Pfeffer würzen. Bei Bedarf eine Füllung zubereiten (zum Beispiel aus Äpfeln, Zwiebeln und Rosinen) und unter den abgetrennten Hautlappen am Hals und in die Bauchhöhle füllen. Binden Sie nun die Keulen der Pute zusammen, damit diese nicht vorzeitig gegart werden. Anschließend die Pute auf ein Blech legen und bei 180 Grad garen. Die Garzeit wird nach Gewicht der Pute berechnet. Je nach Rezept wird pro Kilogramm eine Garzeit von 45 Minuten kalkuliert. Dies bedeutet, dass beispielsweise eine Pute mit einem Gewicht von 3 Kilogramm zirka 2 Stunden und 15 Minuten bei 180 Grad im Ofen garen würde. Die Pute ist perfekt gegart, wenn beim Einstechen in den Oberschenkel klarer Saft austritt.

Tranchieren der Pute

Vor dem Tranchieren sollte die gegarte Pute 10 bis 15 Minuten ruhen. Anschließend können Sie die Flügel am zweiten Gelenk mit einem scharfen Messer abtrennen. Dann folgt das Zerlegen der Brust. Diese können Sie scheibenweise mit dem Messer schräg von der Brust abtragen. Beginnen Sie hinten am Schenkel und schneiden Sie Richtung Bauchhöhle fort (das scheibenweise Abtragen empfiehlt sich aufgrund der Größe der Putenbrust). Das gleiche mit dem zweiten Brustfilet wiederholen. Dann einen Schenkel nach außen biegen, die Lage des Gelenks bestimmen und dieses mit dem Messer durchtrennen. Mit dem zweiten Schenkel ebenso verfahren. Das Fleisch der Schenkel wie beim Brustfilet scheibenweise abschneiden. Und schon ist Ihre Pute fachmännisch tranchiert!

Fleischteile einer Pute

Zu den genießbaren Körperteilen einer Pute gehören Brust, Keulen, Flügel und Leber. Jedes Teil hat eigene Eigenschaften und Aromen, weshalb es für unterschiedliche Gerichte genutzt werden kann:

Brust: Die besonders fleischige Brust der Pute bietet viele Verwendungsmöglichkeiten. Zum Beispiel als Schnitzel, schmackhaftes Ragout oder deftiges Geschnetzeltes. Das Fleisch aus der Putenbrust ist besonders fettarm und zart in der Fleischstruktur.

Keule: Die Keulen der Pute sind fleischig, aber auch mit kräftigen Sehnen durchzogen. Geschmacklich erinnert das Fleisch der Keule an Wildfleisch. Das abgelöste Fleisch des Oberschenkels eignet sich für Rollbraten oder zerkleinert für Füllungen. Der am Knochen belassenen Unterschenkel kann perfekt am Stück gegart werden.

Flügel: Die Flügel der Pute werden vorwiegend gebraten und gegrillt. Unterteilt wird der Putenflügel in Ober-, Mittel-, und Unterflügel wovon sich der entbeinte Mittelflügel am besten für die Zubereitung eignet.

Leber: Die Putenleber wird bis zu 150 g schwer und ist aufgrund ihres ausgeprägten Aromas gut zum Braten geeignet. Außerdem findet die Putenleber Verwendung in der Putenleberwurst.

Hinweis: Achten Sie beim Kauf einer ganzen Pute darauf, dass die Haut unbeschädigt ist und keine dunklen Stellen aufweist. Außerdem riecht eine frische Pute nicht und ist nur mäßig feucht.