Reis kochen: Infos & Tipps

Für die Zubereitung von Reis stehen unterschiedliche Möglichkeiten zur Verfügung. Neben den Grundmethoden stellen wir mit Risotto- und Sushi-Reis die Zubereitung von zwei Reis-Klassikern vor und geben Tipps, wie der Reis richtig gelingt.

Wichtig ist die Reissorte

Die richtige Zubereitung eines Reisgerichtes beginnt bereits beim Einkauf. Denn nicht jede Reissorte eignet sich für jedes Reisgericht. Ein Risotto wird auf Basis einer anderen Reissorte zubereitet als z. B. ein Sushi-Reis. Überlegen Sie sich daher vor dem Einkauf, welches Reisgericht sie zubereiten möchten.

Reis richtig garen

Reis kochen: Infos & Tipps

Es gibt drei Grundmethoden, um Reis zu garen: Bei der Messmethode kommen auf ein Teil Reis ca. 1,5 Teile Wasser. Der Reis wird zusammen mit schwach gesalzenem Wasser aufgesetzt und zum Kochen gebracht. Anschließend auf kleiner Flamme weiterköcheln lassen, bis der Reis die Flüssigkeit ganz aufgenommen hat. Bei Naturreis dauert das etwa 40 Minuten, bei weißem und Parboiled Reis 15-20 Minuten. Der Reis lässt sich bei geschlossenem Deckel nachquellen. Beachten Sie auch die jeweilige Packungsanweisung. Für die Nudelmethode wird Reis in kochendes Salzwasser gestreut und nach dem Garen zum Abtropfen in ein Sieb geschüttet. Das Garen in großen Mengen Salzwasser ist ernährungsphysiologisch generell nicht zu empfehlen, da mit Wegschütten des Wassers wertvolle Nährstoffe verloren gehen. Bei der Risotto-Methode wird der Reis in Fett angeröstet, die heiße Flüssigkeit wird nach und nach dazu gegeben und vom Reis aufgesaugt.

Der Italiener: Risotto-Reis

Reis kochen: Infos & Tipps

Für die Zubereitung ausschließlich Risottoreis verwenden. Dieser muss ungehärtet sein, da er sich sonst nicht mit der Flüssigkeit verbinden und die typisch sämige Konsistenz des Risotto nicht entstehen kann. Eine Menge von dreimal so viel heißer Flüssigkeit wie Reis ist optimal. Diese wird nach und nach, möglichst in drei gleich großen Portionen, zum Reis gegeben. Dabei jedes Mal umrühren und warten, bis der Reis die komplette Flüssigkeit aufgenommen hat. Dann erst die nächste Portion hinzufügen. Als Flüssigkeit empfiehlt sich Brühe. Wählen Sie die Brühensorte je nach Gericht, z. B. Hühnerbrühe für Risotto mit Huhn.

Asienflair mit Sushi-Reis

Sushi

Bei Sushi-Reis handelt es sich um keine Reissorte, sondern um eine spezielle Form der Reiszubereitung. Dabei wird der noch heiße Reis nach dem Garen mit einer Mischung aus Reisessig, Zucker und ggf. etwas Salz versetzt. „Sushi“ bedeutet sauer/säuerlich und beschreibt einen essigartigen Geschmack. Den Sushi-Reis anschließend mit einem flachen Holzlöffel (Bambuslöffel) vorsichtig aber zügig umwenden, bis er gut durchmischt und kühl ist. So erhält er den richtigen Glanz. In asiatischen Ländern wird Reis klassischerweise eingewickelt in Blätter (Bananenblätter) in einem Dämpfkorb gegart. Der Korb wird in einem Wok mit etwas Wasser platziert. Das Reis-Päckchen liegt dabei auf dem dampfdurchlässigen Boden des Dämpfkorbs auf. Darunter befindet sich ein Hohlraum, sodass das Gargut nicht mit dem köchelnden Wasser in Berührung kommt. Der Dampf kann gut zirkulieren, wenn der Dämpfeinsatz bzw. der Wok mit einem Deckel verschlossen wird. Eine in Japan häufig für Sushi verwendete Reissorte ist Nishikireis. Sein Korn ist rundlich und halbdurchsichtig. Hierzulande sind Woks mit speziellen Dämpfeinsätzen erhältlich, in denen der Reis nach dem gleichen Prinzip gegart werden kann. Wer den Reis mit Wasser im Topf gart, sollte etwa die anderthalbfache Menge an Wasser verwenden, damit der Reis nicht zu matschig wird. Im Handel ist spezieller Sushi-Reis erhältlich, der schneeweiß ist und nach dem Kochen gut zusammenklebt. Achten Sie auch hier immer die Packungsanweisung.

Tipps auf einen Blick

• Reis lässt sich gut im Dampfkochtopf zubereiten. Wenn Sie regelmäßig Reis zubereiten empfiehlt es sich, einen elektrischen Reiskocher anzuschaffen.

• Pro Person werden als Beilage 50-70g Reis (trocken) gerechnet.

• Verwenden Sie Schnellkochreis, wenn die Zeit drängt: Er ist vorgegart und daher in wenigen Minuten zubereitet.

• Die Reste von gekochtem Reis können drei bis vier Tage im Kühlschrank aufbewahrt werden.

• Bewahren Sie Reis dunkel, trocken und luftig auf.