Rettich: Wissenswertes und Tipps

Rettich ist schön würzig im Geschmack und durch seine Schärfe besonders gesund. Hier erfahren Sie alles Wissenswerte rund um Rettich und die besten Rezepte für das Wurzelgemüse.
In diesem Artikel
Rettich: Herkunft und Merkmale
Warum ist Rettich gesund?

Rettich: Herkunft und Merkmale

Rettich: Wissenswertes und Tipps

Der weiße Sommerrettich

Wichtige Merkmale

Beliebt für seine Schärfe ist der Rettich in Asien ein absolutes Muss für viele Gerichte. In Deutschland wird er nur in geringen Mengen verzehrt. Vor allem im Süden Deutschlands kommt die Wurzel jedoch gerne zu Brezeln und Bier auf den Tisch und ist im Biergarten nicht wegzudenken.

Der Rettich zeichnet sich durch eine kugel- oder spindelförmige Wurzel aus, deren Schale vom klassischen Weiß des Sommerrettichs über eine rosa, rote und grüne Färbung bis hin zu violett und tiefem Schwarz des Winterrettichs variiert. Seine Schärfe verdankt er drei Senfölen, die auch seine besondere gesundheitliche Wirkung ausmachen.

Der weiße Rettich ist eine kurze, gedrungene Rettich-Sorte mit ausgeprägt aromatischem Geschmack. Weiterhin gibt es den roten Rettich, bei dem die Schale rot gefärbt ist. Dies hat allerdings keinen Einfluss auf den Geschmack und das Fruchtfleisch ist stets weiß. Der schwarze Rettich, der auch als Winterrettich bezeichnet wird, hat ein sehr festes Fleisch und lässt sich gut lagern. Da seine verkorkte Schale ungenießbar ist, sollten Sie diese vor dem Verzehr entfernen. Die Hauptanbaugebiete in Deutschland liegen in Bayern und Baden-Württemberg. Der asiatische Rettich, bei dem vor allem der Daikon-Rettich bekannt ist, ist wesentlich milder als westliche Rettich-Arten. In Ostasien zählt er zu den wichtigsten Gemüsesorten.

Rettich: Wissenswertes und Tipps

Rettichsalat

Saison

Von Mai bis Juli gibt es den runden, weißen Mairettich, der milder im Geschmack ist. Der längliche, weiße oder rote bis braune Sommerrettich wird zwischen Juli und September geerntet und entwickelt mehr Schärfe. Der schwarze Winterrettich, der auch mit violetter und brauner Schale zu kaufen ist, hat erst ab Oktober bis Februar / März Saison. In Deutschland ist der weiße Sommerrettich weit verbreitet und vor allem in Bayern als Radi - oft kunstvoll zu Spiralen geschnitten - bekannt. Außerhalb der Sommermonate kann man diese Sorte allerdings nur im Gewächshaus ziehen.

Herkunft

Auch wenn der Rettich in Deutschland vor allem im Süden alt eingesessen ist und dort ebenfalls hauptsächlich angebaut wird, kommt die Gemüsepflanze ursprünglich nicht einmal aus Europa. In Ägypten wurde der Kreuzblütler aus der Kohlfamilie nachweißlich bereits zu Zeiten der Pharaonen in Gerichten verwendet und gerne als Medizin genutzt. Über Griechenland fand der Rettich seinen Weg zunächst im 6. Jahrhundert nach Italien, um im Mittelalter über die Alpen zu wandern. Seither ist die würzige Pflanze fester Bestandteil der bayrischen und österreichischen Küche.

Einkauf und Lagerung

Beim Einkauf von Rettich sollten Sie darauf achten, dass die Außenhaut glatt und das Fleisch fest ist. Wenn die Blätter schön fest und kräftig sind und weder gelb noch welk, ist das Gemüse frisch. Für die Lagerung das Grün entfernen, dann kann ein frischer Rettich bis zu 10 Tagen im Gemüsefach des Kühlschranks aufbewahrt werden. Der schwarze Rettich ist besonders lagerfähig. Frühjahrs- und Sommerrettiche können Sie ohne Kraut einige Tage im Kühlschrank lagern. In ein feuchtes Tuch eingeschlagen hält der Rettich besnders lange frisch und knackig.

Warum ist Rettich gesund?

Die klassische Schärfe des Rettichs sorgt nicht nur für seinen typischen Geschmack, sondern auch für seine gesundheitsfördernde Wirkung- beziehungsweise die drei Senföle, die für die Würze des Gemüses verantwortlich sind. Zusammen mit einer geringen Kalorienzahl, keinem Fett und relativ hohem Vitamin C Gehalt ist der Rettich ein Freund unserer Verdauung und des Immunsystems.

Die wichtigsten Faktoren:

  • antibiotische Wirkung
  • stoffwechselanregend
  • Vitamin C: 29 mg in 100 g
  • Fett- und kalorienarm

Enthält ebenfalls in kleineren Mengen:

  • Kalium
  • Kalzium
  • Natrium
  • Eisen
  • Phosphor
  • B-Vitamine
  • Bitterstoffe

Seine positiven, gesundheitlichen Aspekte bleiben vor allem in rohem Zustand erhalten. Gekocht oder gegart verliert Rettich die scharfen Senföle, die wichtig für die antibiotische Wirkung der Wurzel sind. Allerdings wird der Rettich dadurch milder und kann als Beilage zu unterschiedlichen Gerichten gereicht werden. Rettichsaft gilt als bewährtes Volksmittel gegen Gallen- und Leberbeschwerden sowie gegen Husten. Rettich hilft besonders durch seine scharfen Senföle Galle, Leber und Verdauung und macht Speisen dadurch bekömmlicher.

Rettich: Zubereitung und Rezepte

Das würzig-scharfe Gemüse begleitet Fisch- und Fleischgerichte, bereichert Salate oder dient als schmackhafter Brotbelag. Rettich wird vor allem roh gegessen und Sie können ihn ganz einfach fein schneiden oder raspeln und mit Salz würzen. Der Rettich vermindert durch das wasserziehende Salzen seine brennende Stärke. Für einen Salat lässt sich dünn geschnittener Rettich mit einer Essig-Öl-Marinade zubereiten. Der Winterrettich hingegen macht Remouladensaucen pikanter.