Teigansatz für den "Siegfried" (herzhafte Variante)
1. Für den Teigansatz Mehl in eine verschließbare Schüssel (kein Metall) sieben. Mit Zucker und Trockenhefe mischen. Wasser hineingeben.
2. Die Zutaten von der Mitte aus mit einem Rührlöffel zu einem glatten Teig verarbeiten. Die Schüssel fest verschließen.
Für den Ansatz nur Holzlöffel verwenden.
3. Den abgedeckten Teig zwei Tage an einem warmen Ort stehen lassen (dabei ab und zu umrühren). Anschließend 24 Stunden in den Kühlschrank stellen.
4. Von nun an so weitermachen, als hätten Sie den Siegfried-Teig geschenkt bekommen: Er wird immer (!) in einem verschlossenen Gefäß aufbewahrt, es darf aber niemals aus Metall sein.
5. Verarbeitung eines geschenkten "Siegfried":
Erster Tag: ggfs. umfüllen, ruhen
Zweiter Tag: umrühren
Dritter Tag: umrühren
Vierter Tag: umrühren
Fünfter Tag: ggfs. in ein größeres Gefäß (mit Deckel) umfüllen und füttern, dazu
1 Tasse (100 g) Weizenmehl,
2 El Zucker,
1 Tasse (200 ml) Wasser oder Milch
hinzufügen und gut verrühren.
6. Sechster Tag: umrühren
Siebter Tag: umrühren
Achter Tag: umrühren
Neunter Tag: umrühren
Zehnter Tag: noch einmal füttern, dazu
1 Tasse (100 g) Weizenmehl,
2 EL Zucker,
1 Tasse (200 ml) Wasser oder Milch
hinzufügen und gut verühren.
7. Anschließend den Siegfried-Teig in drei gleich große Teile teilen, à je ca. 200 g.
Einen Teil verschenken, einen Teil für sich behalten (für zukünftige Siegfried-Brote), oder einfrieren und den dritten Teil sofort weiter verarbeiten, z.B. zu einem leckeren Brot.
8. Behält man eine Siegfried-Portion für ein weiteres Brot für sich, so beginnt die Prozedur wieder von vorne - also ab Tag "Eins" der zehntägigen liebevollen Pflege ....
Wichtig: Bewahren Sie den Teig während der 10-tägigen Zubereitung
in
einem gut verschlossenen Gefäß (kein Metall) im Kühlschrank
auf.
Wenn der "Siegfried" zu warm steht, kann
die
Milchsäuregärung in Essigsäuregärung umschlagen. Dann
wird
der Teig ungenießbar und riecht sehr unangenehm. Kommentar von
mir:
Ich habe Hermann wie Siegfried immer bei Zimmertemperatur stehen gelassen
und
es hat ihnen nie geschadet. Im Gegenteil: Ich finde, dass sie
im
Kühlschrank wesentlich "fauler" sind.

1 El Zucker
0,5 Pk. Trockenhefe
1 Tasse 200 ml lauwarmes Wasser
plus 10 Tage liebevolle Pflege


