Gänsebraten

Selten, aber vorzüglich: Traditionell an Weihnachten serviert, benötigt der klassische Gänsebraten einen ganzen Nachmittag, um wunderbar saftig und zart zu werden.

Rezept-Steckbrief

  • für 8 Portionen
  • ideal für das Weihnachtsmenü oder Martinstag
  • das Besondere an diesem Rezept: die saftige Füllung mit Äpfeln und Trockenfrüchten
  • PLUS: Beilagen-Tipps

Zutaten für Gänsebraten

Die Basis des Bratens bildet eine 4,5 kg schwere, küchenfertige Gans (am besten in Bio-Qualität). Lediglich mit Salz und Pfeffer bearbeitet, bekommt der Gänsebraten sein individuelles Aroma durch eine klassische Füllung: Äpfel machen die Füllung besonders saftig, während Trockenobst zu einer weiteren fruchtigen Note beiträgt.

Majoran und Beifuss geben dem Braten ein herzhafteres Aroma. Abgerundet wird der Gänsebraten mit einer deftigen Sauce aus Gänsefett, Wein, Brühe und Quittengelee.

Zubereitung eines Gänsebratens

Vorbereitung des Gänsebratens:

Den Innereien-Beutel der Gans entnehmen. Den Körper der Gans unter fließendem Wasser innen und außen abspülen und trocken tupfen. Die Gans von innen salzen und pfeffern. Den Backofen auf 200 Grad (Umluft 180, Gas Stufe 4) vorheizen.

Zubereitung der Füllung:

100 g Speck würfeln und in einer Pfanne bei geringer Hitze ausbraten. Eine Zwiebel schälen, würfeln und kurz mitbraten. Die Geflügelleber aus dem Innereienbeutel entnehmen und abspülen. Diese würfeln und zirka 2 Minuten mitbraten. Alles aus der Pfanne nehmen.

30 g Butter in einer Pfanne erhitzen. Währenddessen 4 Brötchen in Würfel schneiden und anschließend im heißen Fett anrösten. 250 ml heiße Milch darübergießen und etwa 5 Minuten quellen lassen. 100 g Trockenfrüchte fein würfeln. 3 Äpfel waschen, vierteln, entkernen und in Spalten schneiden. Brot, Äpfel und Trockenfrüchte zur Speck-Leber-Mischung geben und unterrühren. Alles salzen, pfeffern und mit abgezupften Majoranblättchen sowie Beifuss würzen.

Zubereitung des Gänsebratens:

Die Füllung in die Gans geben und die Bauchöffnung mit Holzspießchen verschließen. Beine und Flügel mit Küchengarn an den Gänsekörper binden, damit sie eng anliegen und nicht verbrennen. Den Gänsebraten mit dem Rücken nach unten auf das Rost des Backofens legen und das Rost auf die mit Wasser ausgespülte Fettpfanne legen. Beides zusammen auf die unterste Schiene des Backofens geben und den Gänsebraten in zirka 3 Std. garen.

Wenn sich in der Fettpfanne der Bratensatz bräunt, etwas Weißwein hinzugießen, damit der Ansatz nicht festbrennt. Eventuell die Gans wenden. Verdampfende Flüssigkeit laufend durch Weißwein ersetzen und den Gänsebraten mit der Bratenflüssigkeit begießen.

Nach der Hälfte der Garzeit die abgespülten Innereien mit in die Fettpfanne geben. 10 Minuten vor Ende der Garzeit den Gänsebraten mit Salzwasser bestreichen. Den Backofen auf die höchste Stufe stellen und die Haut der Gans kross backen. Die fertige Gans im ausgeschalteten Backofen warmstellen und die Sauce zubereiten.

Zubereitung der Sauce:

1/4 l Wasser in die Fettpfanne gießen und den Bratensatz auf der Herdplatte loskochen. Den Sud durch ein Sieb gießen und das Fett abschöpfen. Den Bratensatz aufkochen und mit 1 EL Quittengelee verfeinern. Die Sauce bei Bedarf mit Saucenbinder andicken und mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Zubereitungstipps für Gänsebraten

  • eventuell die Gans nach 30 Minuten aus dem Ofen nehmen und mit einer Pinzette die letzten Federkiele herausziehen
  • zwischendurch die Haut unterhalb der Flügel und die Keule anstechen, damit das Fett ausbraten kann
  • falls zu viel Fett aus der Gans heraus läuft, das Fett aus der Fettpfanne herausschöpfen, sodass Platz für Wein und Brühe entsteht. Denn bleibt das Fett in der Pfanne, beginnt es zu verbrennen und zu räuchern
  • Tipp zum Wenden der Gans: Gans mit der Fettpfanne dem Ofen entnehmen, dicke Backofenschuhe anziehen und den Braten mit Hilfe von Alufolie wenden. Die Gans wieder in den Ofen schieben und weiterbacken.
  • Beilagen-Tipp: Kartoffelklöße und Rotkohl

Zum Rezept

Rezept für Gänsebraten
75 Min. plus Garzeit 3 Stunden