Rosinen: Wissenswertes

Die Rosine ist uns vor allem aus der Backstube bekannt. Wir verraten Ihnen, wozu die kleine Trockenfrucht noch zu gebrauchen ist. Außerdem klären wir auf über die verschiedenen Arten von Rosinen und verraten, wie aus einer Traube eigentlich eine Rosine werden.

Was steckt hinter der Rosine?

Rosinen: Wissenswertes
Rosinen

Zunächst einmal ist die Bezeichnung Rosine ein Oberbegriff für alle getrockneten Weinbeeren, also Trauben, verschiedener Rebsorten.

Die in der Sonne oder heißluftgetrockneten Beeren werden auf einen Wasseranteil von bis zu zehn Prozent reduziert. Der Fruchtzuckergehalt steigt durch dieses Verfahren auf bis zu sechzig Prozent an.

Sie können unterschiedlich groß ausfallen und unterscheiden sich ebenfalls in der Farbgebung von leuchtend gelb über braun bis hin zu dunkelblau oder schwarz.

Man unterscheidet grob drei Sorten der Rosine: die Sultaninen, die Korinthen und die so genannten Zibeben.

Sultaninen

Sultaninen zeichnen sich vor allem daduch aus, dass sie aus einer weißen, dünnhäutigen, süßlichen und vor allem immer kernlosen Traube hergestellt werden. Es handelt sich um die Sultana-Traube, die auch als Thompson Seedless bekannt ist.

Diese Rosinensorte ist goldgelb bis rötlich-braun. Es gilt: je größer und heller die Sultanine, desto besser ihre Qualität. Allerdings kann die Farbe auch trügen: Einige Sorten werden werden bei der Herstellung geschwefelt, um eine besonders helle Farbe zu erzielen. Achten Sie also beim Kauf auf die Informationen auf der Verpackung, denn die Hersteller sind verpflichtet, eine Schwefelung anzugeben.

Ungeschwefelte Sultaninen sind in jedem Fall vorzuziehen. Sollten Sie aber doch einmal geschwefelte Sultaninen kaufen, empfiehlt es sich diese vor der Verarbeitung zu waschen.

Korinthen

Die Korinthe ist die kleinste in der Rosinenfamilie und wird aus kleinen violett-schwarzen Weinbeeren griechischer Rebstöcke gewonnen.

Die Korinthe zeichnet sich vor allem dadurch aus, dass sie völlig unbehandelt auf den Markt kommt. Sie wird also in der Regel nicht geschwefelt. Die einzige Ausnahme bildet hier Österreich. Dort wird bei der Herstellung von Korinthen tatsächlich ein Schwefelverfahren angewandt.

Die dunkle, herb-aromatische Mini-Rosine ist beliebt für Kuchen und als Snack für Zwischendurch.

Zibeben

Unter Zibeben versteht man besonders große, am Rebstock getrocknete Weinbeeren, die Kerne enthalten. Sie werden vor allem für die Herstellung von Dessert- und Süßweinen verwendet.

Die Rosine in der Küche

Rosinen: Wissenswertes
Typisches Rosinen-Gericht: Stollen

Rosinen sind sehr beliebt in Gebäck. Besonders zur Weihnachtszeit kommen sie häufig in Christstollen oder Früchtebrot sowie Rosinenbrötchen zum Einsatz.

Eine beliebte Kombination ist auch die von Rosinen und Rum. So finden Sie Platz in Desserts und Eisspeisen.

Auch beim Frühstück begegnet uns die Rosine häufig - nämlich in Form von Müsli. Als Snack eignet sie sich entweder pur oder in Kombination mit Nüssen im beliebten Studentenfutter.

Aber die getrockneten Früchte sind nicht nur in süßen Speisen schmackhaft. Sie machen sich auch ausgezeichnet in Deftigem. Ein klassisches Beispiel ist der Rheinische Sauerbraten. In der orientalischen Küche wird die Rosine häufig in Couscous- oder Reisgerichten eingesetzt.