Das Gold der Karibik: Rum

Rum ist der Exot unter den hochprozentigen Bränden. Die beliebte Spirituose wird aus Zuckerrohrsirup hergestellt und lagert lange Jahre in Eichenfässern.

Die Rum-Herstellung

Das Gold der Karibik: Rum

Rum auf Eis

Die Wurzeln des Rums liegen in der fernen Karibik, hier hat fast jede Insel ihren individuellen Rum. Zu uns nach Europa kam der Rum erst im 18. Jahrhundert mit den Seefahrern, aber noch heute wird Rum hauptsächlich in der Karibik gebrannt. Kein Wunder, wächst doch auch hier die Grundlage von Rum, das Zuckerrohr. Je nach Rum-Sorte wird das ganze Zuckerrohr, seine Fasern oder nur der Saft zunächst mit Wasser fermentiert und anschließend destilliert. Oft werden noch geschmacksgebende Stoffe wie Ananas- oder Pflaumensaft hinzugegeben. Das pure Rum-Destillat hat etwa 65 - 75 % und muss mit destilliertem Wasser auf Trinkstärke verdünnt werden. So entsteht weißer Rum, er hat mindestens 37,5 %.

Rezept für Piña Colada
5 Min.
Coco Mojito
Ein Schluck vom Kokos-Rum-Cocktail mit Minze fürs lässige Palmen-Feeling.
10 Min.
160 kcal 1 g Eiweiß 5 g Fett 13 g KH
Cajun Lemonade
Ein leckeres Mixgetränk mit Rum, Soda, Zitronen und Bitter Lemon – und Chilisauce. Eine scharfe Erfrischung!
10 Min.
165 kcal 25 g KH
Kirsch-Mojito
10 Min.
113 kcal 1 g Eiweiß 13 g KH

Cocktail: Pina Colada

Die meisten Rum-Sorten jedoch reifen nach der Destillation noch einige Jahre in Eichenfässern. Durch den Reifeprozess wird der Rum sehr aromatisch, außerdem bekommt er die charakteristische gold-bräunliche Färbung und wird so zu braunem Rum. Je älter der Rum ist, desto wertvoller und beliebter ist er auch. Dies liegt insbesondere daran, dass Rum während der Reifung die so genannten Fuselstoffe verliert, also jenen Teil des Alkohols, der scharf schmeckt und Kopfschmerzen macht. Erst durch die Reifung erhält der Rum den typischen weichen und milden Geschmack.

Der Reifeprozess

Das Gold der Karibik: Rum

Zuckerrohrfeld

Der Reifeprozess allerdings ist beim Rum eine hochkomplexe Angelegenheit. Da der Rum bis zu zehn Jahre in einem oder in verschiedenen Eichenfässern liegt, ist natürlich die Auswahl der Fässer geschmacksbestimmend und erfolgt mit größter Sorgfalt. Ob der Rum in einem neuen Fass oder in einem Bourbon- oder Sherry-Fass gereift wurde, hat enormen Einfluss auf sein Aromenspektrum. Ab 3-jähriger Reifezeit wird Rum „alter Rum“ genannt. Er erhält das Prädikat V.O. für „very old“. Ab 4 Jahren gibt es die Bezeichnung V.S.O.P. („very special old pale“), ab 6 Jahren X.O. („extra old“). Eher selten ist Rum "hors d'age", er hat mindestens 10 Jahre Reifung in Eichenfässern hinter sich, ist sehr teuer und schmeckt besonders mild und warm.

Deutsche Tradtion: Rum-Verschnitt

Rum-Verschnitt beruht auf der Flensburger Tradition, den aus der Karibik importierten, oftmals hochprozentigen Rum auf Trinkstärke mit Wasser und anderen Rum- oder Alkoholsorten zu vermischen. Der Rum-Verschnitt muss dabei nur 5% echten Rum enthalten. Basis von Rum-Verschnitt ist oft Jamaika-Rum, da dieser einen besonders intensiven Eigengeschmack hat.

Rum in der Küche und an der Bar

Wegen seines bereits erwähnten milden Aromas ist Rum nicht nur ein beliebtes Getränk, sondern auch als Geschmackszutat in den verschiedensten Rezepten zu finden. Ganz vorne stehen natürlich der Rumtopf und Rumkugeln, aber auch verschiedene Kuchen werden mit dem karibischen Gold verfeinert. Im Winter veredelt Rum die allseits beliebte Feuerzangenbowle. An der Bar wird Rum vor allem in eher exotischen Cocktails verwendet, zum Beispiel in Pina Colada, Cuba Libre, Daiquiri oder Planters Punch. Richtig guter Rum allerdings ist zum Mixen eigentlich zu schade, sein besonderes Aroma kommt am besten bei Zimmertemperatur zur Geltung.