Kochen mit dem Römertopf

In Anlehnung an die traditionelle römische Garmethode im Tontopf wurde der so genannte"Römertopf" in den 70er Jahren von der Römertopf Keramik GmbH als Handelsmarke auf den Markt gebracht. Das Garen im Tontopf hat in vielen Länderküchen Tradition. Das Ergebnis sind schonend und aromatisch geschmorte Gerichte aus erdenklich vielseitigen Zutaten.

Tontöpfe - Tradition seit jahrtausenden von Jahren

Tontopf, Garen
Der "Römertopf" als Handelsmarke

Schon in der Zeit der Jäger und Sammler wurde Ton genutzt, um die erlegten Tiere zu umhüllen und beim Garen im offenen Feuer vor der Asche zu schützen. Die Asiaten töpferten das Gargut ein und gruben es zum Garen in die Erde. Die Römer haben das Garen im eigenen Saft mit Ton perfektioniert und schon in einem Tontopf Gemüse, Fleisch und Fisch gegart. Seit ca. 1970 gibt es unter der Handelsmarke "Römertopf" die so bezeichneten Tontöpfe im Handel.

Schonend und aromatisch gegart

Kochen mit dem Römertopf
Hähnchenkeulen werden im Tontopf zart und saftig

In dem geschlossenen Topf aus Ton garen Fleisch, Gemüse, Kartoffeln oder Fisch unter geginger bzw. ohne Fettzugabe. Durch das geschlossene System bleiben das Aroma und die Nährstoffe weitgehends erhalten. Vor dem Garen wird der Topf etwa 10 bis 15 Minuten gewässert. Durch die Wasserspeicherung wird beim Garen, Braten und Schmoren die Flüssigkeit wieder abgegeben. Das Gargut wird so im eigenen Saft sanft gegart und bleibt zart, saftig und geschmackvoll. Auch wenn das Gargut länger im Ofen bleibt trocknet es dadurch nicht aus. Übrigens: Der Topf sollte in den kalten Backofen geschoben und dort aufgeheizt werden, damit er keine Sprünge bekommt.

Weitere Tontöpfe

Kochen mit dem Römertopf
Die Tajine besitzt einen hohen Deckel mit einer kleinen Mulde

Neben dem Römertopf gibt es noch andere Tontöpfe, die nach einem ähnlichen Prinzip garen. So kann man in der marokkanischen Tajine ebenfalls schmackhaft Fleisch, Gemüse und Kartoffeln zubereiten. Das Kochgeschirr aus Lehm besitzt eine runde und flache Form mit einem konisch geformten Deckel. Am Deckel befindet sich eine kleine Mulde, die vor dem Garen mit kaltem Wasser gefüllt wird. Während des Garens steigt der Dampf nach oben und wird durch das Wasser wieder abgekühlt, der Dampf kondensiert und läuft an den Seiten des Deckels wieder nach unten. So wird das Gargut sanft und langsam gegart und Nährstoffe sowie Geschmack bleiben enthalten. Übrigens: Als Tajine wird übrigens auch das traditionelle nordafrikanische Gericht bezeichnet, das im entsprechenden Topf zubereitet wird.

Auch in weiteren Länderküchen, sei es in mediterranen Ländern oder in Asien, werden traditionell Tontöpfe zum Kochen verwendet. Diese sind häufig glasiert und werden auf dem offenen Feuer oder im Backofen genutzt. Das Garen funktioniert ähnlich wie beim Römertopf.