Sushi selber machen

Die japanische Spezialität Sushi schmeckt köstlich und ist in immer mehr Varianten auch bei uns in Deutschland angekommen. Die kleinen Röllchen aus gesäuertem Reis, Seetang, rohem Fisch und Gemüse sind vielfältig und gesund. Erfahren Sie hier alles rund um die kleinen Happen: Interessante Informationen, Sushi Rezepte und wie Sie Sushi selber machen können.
Sushi selber machen
In diesem Artikel
Was ist Sushi eigentlich?
Vielfältig - Die bekanntesten Sushi Arten
Zutaten - Das brauchen Sie zum Sushi selber machen
Sushi selber machen - So gelingen die Reisröllchen auch zuhause
Trends - Reisröllchen im neuem Glanz
Etikette - Sushi richtig genießen
Sushi selber machen - Jetzt geht's los!
Sushi-Party

Was ist Sushi eigentlich?

Sushi

Verschiedene Sushi Arten: Maki (hinten) und Nigiri (vorne)

Sushi ist wohl das bekannteste japanische Gericht. Es ist weltweit beliebt und fast überall erhältlich. Die kleinen Rollen oder Bällchen werden aus mildgesäuertem Reis, rohem oder gegartem Fisch und verschiedenen Gemüsesorten sowie Nori-Algenblättern hergestellt. Bei der Sushizubereitung bedarf es etwas Geschick, aber mit etwas Übung kann man auch einfach zu Hause Sushi selber machen. Informationen und Inspiration zum Thema "Sushi selber machen" finden Sie in diesem Artikel.

Bei uns sind die Sorten „Maki Sushi“ und „Nigiri Sushi“ am bekanntesten, sie stammen vom „Edo-mae-zushi“ ab, welches seinen Ursprung und eine lange Tradition in Tokio hat. Daneben gibt es in Japan viele regionale Varianten, die in Europa eher unbekannt sind.

Aber Sushi überzeugt nicht nur geschmacklich: Dank frischem Fisch, Gemüse und Reis werden wir mit vielen Vitaminen und Spurenelementen versorgt. Die Kohlenhydrate aus dem Reis halten uns außerdem lange satt.

Vielfältig - Die bekanntesten Sushi Arten

Sushi Reis Reisessig Fisch

Nigiri Sushi: Kleine Bällchen aus Sushi Reis mit rohem Fisch belegt

Alle Sushi Arten werden mit den selben Grundzutaten hergestellt: Der Reis wird mit Sushi Essig oder einem Gemisch aus Reisessig, Zucker und Salz vermengt und erhält so den typischen, leicht süß-säuerlichen Geschmack. Als Füllung oder Belag wird je nach Sushi Art roher oder gegarter Fisch, Gemüse oder Ei verwendet. Die getrockneten Seetangblätter Nori dienen zur Ummantelung der Rollen.

  • Nigiri: Für Nigiri Sushi wird der Sushi Reis von Hand zu kleinen, ovalen Bällchen geformt. Auf das Bällchen kommt ein Streifen roher oder gegarter Fisch, Meeresfrüchte, Tamagoyaki (japanisches Omelette) oder Kaviar. Im Fall von Omelette wird gern ein dünner Streifen Nori-Alge um das fertig Nigiri gelegt, damit der Belag hält.
  • Maki: Hier wird ein Nori-Algenblatt dünn mit Sushi Reis bedeckt, im unteren Drittel wird die Füllung platziert. Das Nori-Blatt wird dann mit Hilfe einer Bambusmatte um den Reis und die Füllung gerollt. Schließlich wird die Makirolle in Stücke geschnitten. Beim Futomaki wird die ganze Nori-Algenplatte verwendet, es entsteht eine dickere Rolle, die auch mit mehreren Sushi Zutaten gefüllt werden kann. Sie wird in acht Stücke geteilt. Für Hosomaki wird nur die Hälfte des Algenblatts verwendet, die Rolle wird dünner und in vier Scheiben geschnitten.
  • Inside-Out Rolle oder California-Roll: Diese Sushi Art wird wie Maki Sushi gerollt, allerdings befindet sich hier der Sushi Reis außen und die Nori-Alge innen, sie umschließt die Füllung. Bei dieser Rolle wird gerne experimentiert und es werden auch unkonventionelle Zutaten wie Frischkäse, Mango oder Hähnchen verarbeitet.
  • Sashimi: Sashimi gehört im engeren Sinne nicht zu Sushi, wird aber gerne neben Sushi serviert. Es handelt sich hierbei um eine Zubereitungsart von rohem Fisch: Das Filet wird in dünne Scheiben geschnitten und ohne Reis gegessen.

Weitere Sushisorten sind zum Beispiel Inari Sushi, Chirashi Sushi (Barazushi) und Oshizushi.

Sushi

Verschiedene Sushi Arten ansprechend auf Holzbrettern arrangiert

Zutaten - Das brauchen Sie zum Sushi selber machen

Zum Sushi selber machen benötigen Sie verschiedene Zutaten, die Sie im Supermarkt, auf dem Wochenmarkt, im asiatischen Supermarkt und beim Fischhändler bekommen.

Zutaten:

  • Sushi Reis
  • Sushi Essig
  • frischer, roher Fisch
  • geräucherter Fisch, Kaviar, Garnelen, Surimi
  • Gemüse: z.B. Gurke, Avocado, Frühlingszwiebeln, eingelegter Rettich (nach persönlichem Geschmack)
  • Nori-Algenblätter
  • eingelegter Ingwer (gari)
  • Sojasauce
  • Wasabi
Sushi selber machen

Sushirollen werden mit einer Bambusmatte in Form gebracht.

Werkzeug:

  • Holzlöffel (shamoji) und Fächer
  • Bambusmatte (makisu)
  • sehr scharfe Messer
  • eventuell Frischhaltefolie

Sushi Reis ist ein spezieller Rundkornreis. In Deutschland gibt es ihn in asiatischen Lebensmittelgeschäften. Daneben finden sich auch seltenere und teurere Sushi Reissorten: Zum Beispiel „Sasanishiki“, „Koshihikari“ oder den immer beliebter werdenden „Hitomebore“. Er passt geschmacklich sehr gut zu Sushi und ist im Anbau besonders pflegeleicht.

Der Sushi Reis wird gewaschen und in kaltem Wasser eingeweicht und bei mittlerer Hitze gegart. Direkt nach dem Garprozess wird der Reis heiß in eine weite Schüssel (möglichst aus Holz) gefüllt und mit dem Sushi Essig beträufelt. Dieser wird mit einem großen Holzlöffel (shamoji) zügig untergehoben, mit einem Fächer wird der Reis dabei gekühlt. Arbeiten Sie vorsichtig, die Reiskörner sollen unversehrt bleiben.

Werkzeug zum Sushi herstellen
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Roher, frischer Fisch ist für Sushi unentbehrlich. Der Fisch sollte frisch und hygienisch einwandfrei verarbeitet sein. Wenn Sie Sushi selber machen möchten, fragen Sie beim Fischhändler nach Fisch in „Sushi-Qualität“. Fisch, der fischig riecht und an Glanz und Farbe verloren hat, sollte nicht zur Zubereitung von Sushi verwendet werden. Die gängigsten Fischsorten bei der Sushizubereitung sind Lachs, Thunfisch, Makrele, Rotbarsch, Saibling oder Tintenfisch. Aber auch Lachsforelle oder Scholle eignen sich hervorragend als Füllung. Daneben können auch kurzgekochte Garnelen, Surimi (gegarter, zerkleinerter und gepresster Fisch), geräucherter Aal und Lachs, gekochtes Krebsfleisch oder Kaviar und andere Fischrogen verwendet werden.

Die klassische Gemüsesorte für Sushi ist Gurke. Aber auch Avocado, Frühlingszwiebeln, Zuckerschoten, eingelegter Rettich (Daikon), eingelegter Kürbis oder Shiitake-Pilze sind sehr beliebt. Außerdem eignet sich Omelette (Tamagoyaki) als Füllung oder Belag der Sushi-Röllchen.

Die Nori-Algenblätter werden vor dem Einrollen der Sushi gerne leicht geröstet.

Sushi

Zum Sushi wird eingelegter Ingwer, Sojasauce und Wasabi gereicht

In Japan wird Sushi oft pur, also ohne weitere Würzung gegessen, damit der Geschmack nicht verfälscht wird. Das Wüzen kann jeder Gast am Tisch selbst übernehmen. Für zusätzlichen Geschmack sorgen bei Sushi Sojasauce, Wasabi und süß-sauer eingelegter Ingwer (gari). Der Wasabi ist ein sehr scharfer grüner Meerrettich. Er ist als Paste oder als Pulver, zum selber Anrühren im asiatischen Fachhandel erhältlich ist. Er kann auf das Sushi gestrichen oder auch in die Sojasauce eingerührt werden. Zwischen den einzelnen Sushistückchen wird der eingelegte Ingwer gegessen.

Wie macht man eigentlich... Sushi
Rollen, schichten, wickeln, pressen, schneiden - Sushi machen will gelernt sein. Andererseits gelingt es mit weniger Aufwand, als Sie vielleicht vermuten. Dazu erfahren sie alles über den perfekten Reis und die Tricks.

Sushi selber machen - So gelingen die Reisröllchen auch zuhause

Sushi

Maki Sushi selber machen: Schritt für Schritt

Mit den passenden Sushi Zutaten und dem richtigen Werkzeug können Sie selbstgemachtes Sushi auch ganz einfach zu Hause genießen. Wie oben bereits beschrieben, brauchen Sie neben dem zubereiteten Sushi Reis verschiedene Füllungen. Das Gemüse und der Fisch sollte mit einem scharfen Messer in möglichst dünne Streifen geschnitten sein, so lassen sie sich gut in den Reisrollen platzieren. Um Maki Sushi oder California-Rolls herzustellen brauchen Sie außerdem eine Bambusmatte (makisu). Sie ist ebenfalls in asiatischen Lebensmittelgeschäften erhältlich.

Tipp: Zwischen Reis und Bambusmatte eine Lage Frischhaltefolie legen, so bleibt kein Reis an der Matte kleben.

Die Norialge je nach Belieben halbieren oder im Ganzen lassen und mit der glänzenden Seite nach unten auf die Bambusmatte legen. Der Reis wird etwa 1 cm hoch auf dem Algenblatt verteilt, am oberen Rand bleiben 2 cm und sonst 1 cm frei.

Tipp: Geben Sie etwas Essigwasser auf Ihre Hände, damit der Reis weniger klebt. Jetzt können Sie die Rolle füllen: Legen Sie Ihre Füllung quer in das untere Drittel, zum Beispiel Lachs- oder Gurkenstreifen. Nach Belieben können Sie auch noch etwas Wasabi auf den Reis streichen. Vorsicht: Er ist sehr scharf!

Jetzt das Noriblatt mit leichtem Druck und mit Hilfe der Bambusmatte um die Füllung rollen. Die Rolle noch einmal andrücken und mit einem großen, sehr scharfen Messer in gleichmäßige Stücke schneiden. Damit die Stückchen auch gleich groß werden, die Rolle erst halbieren, nebeneinander legen und wieder halbieren. So lange fortfahren, bis Sie die Rolle in acht kleine oder vier größere Sushistückchen geschnitten haben.

Tipp: Feuchten Sie das Messer leicht an, so lassen sich die Rollen leichter schneiden. Auf einer Servierplatte oder einem Brett das Sushi anrichten und servieren.

Sushi

Ein Hingucker: Inside-Out oder California Rollen

Wenn Sie California Rolls selber machen möchten, gehen Sie fast so vor wie bei den Maki-Rollen. Der Reis wird auf die Bambusmatte gestrichen und darauf wird das Algenblatt gelegt. Sehr beliebte Füllungen sind Avocado, Surimi oder Avocado, Lachs. Sie werden ebenfalls in der Mitte verteilt und nach Geschmack mit etwas Wasabi gewürzt. Dann mit der Bambusmatte die Rolle aufrollen. Jetzt ist der Reis außen und kann noch in Sesam oder Fischrogen gewälzt werden und wird ebenfalls in gleichmäßige Teile geschnitten.

Für die Zubereitung von Nigiri Sushi benötigen Sie Sushi Reis, Fisch und Wasabi. Einfach aus dem Reis, mit befeuchteten Händen kleine, länglich-ovale Bällchen formen. Je nach Geschmack eine Messerspitze Wasabi auf die Mitte des Reisbällchens geben, nun den Fisch darauf legen und andrücken.

Achten Sie beim Sushi selber machen unbedingt auf die Hygiene: Sauberes Arbeiten ist bei rohem Fisch sehr wichtig. Arbeitsflächen und Schneidebretter müssen absolut sauber sein und nach der Zubereitung heiß abgewaschen werden. Auch die Messer sollten nach jedem Arbeitsschritt gereinigt werden.

Trends - Reisröllchen im neuem Glanz

Sushi ist vielfältig und es gibt immer wieder neue Abwandlungen. Mit den Zutaten wird immer öfter experimentiert und es werden neue Geschmackskombinationen ausprobiert. So finden sich auch frische Blattsalate, Mayonnaise oder fermentierte Sojabohnen in Sushi wieder. Es gilt das Motto: Erlaubt ist, was schmeckt!

Auch bei den California Rolls werden immer phantasievollere Füllungen und Kombinationen populär – ob mit Tempura-Garnele (kurz frittierte, knusprige Garnele), Rinderfilet, Kresse oder Papaya. Der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt.

Sushi

Trend aus Japan: Temaki Sushi

Aus Japan kommt ein Sushi Trend, der sich auch hervorragend für zu Hause eignet: Temaki Sushi. Hier werden alle Sushi Zutaten, also Reis, Nori-Algenblätter, vorbereitete Füllungen wie Fisch und Gemüse, Wasabi, eingelegter Ingwer und Sojasauce auf den Tisch gestellt und jeder Gast wickelt sich seine eigene kleine „Sushi-Tüte“, in Form kleiner Schultüten. So können alle gemeinsam das Sushi zubereiten, essen und nach Lust und Laune Füllungen kombinieren. Eine tolle Idee für einen Abend mit Freunden.

Sushi

Süßes Sushi mit Kiwi, Banane und Erdbeere

Süße Varianten vom Sushi erfreuen sich ebenfalls immer größerer Beliebtheit. Hier werden statt Fisch und Gemüse, Früchte ins Sushi gefüllt. Mango, Erdbeeren, Kiwi und Bananen sehen in den Rollen nicht nur toll aus, sondern schmecken mit dem Reis zusammen auch lecker. Der Reis wird meist mit Milch gekocht und nicht gesäuert sondern gesüßt. Statt Wasabi kann man zum süßen Sushi ein Pistazien-Minzpesto reichen. Als süßes Dessert und Hingucker auf dem selbstgemachten Sushi Buffet ist süßes Sushi eine abwechslungsreiche Idee.

Etikette - Sushi richtig genießen

Sushi wird mit Stäbchen gegessen. Sushi mit Messer und Gabel zu essen wird als großer Fauxpas betrachtet: Wer unsicher beim Umgang mit Stäbchen ist, kann im Restaurant nach "Übungsstäbchen" fragen. Damit lässt sich Sushi ganz einfach essen.

Am Tisch kann Sushi je nach Geschmack mit Sojasauce gewürzt werden. Hierfür einfach das Sushi mit der Fisch-Seite oder dem Nori-Blatt in die bereitgestellten Schälchen tunken. Tunken Sie nicht den Reis in die Sojasauce, da das Sushi sonst zerfällt. Alternativ können Sie etwas eingelegten Ingwer in die Sojasauce tauchen und damit das Nigiri benetzen.

Zum Sushi wird traditionell grüner Tee getrunken. Aber auch japanisches Bier passt sehr gut. Wer zum Essen lieber Wein trink: Riesling passt hervorragend dazu.

Sushi selber machen - Jetzt geht's los!

Sushi

Zum Sushi wird traditionell grüner Tee getrunken

Nach dieser theoretischen Einführung können Sie nun mit den besten Voraussetzungen los legen und Sushi selber machen. Mit etwas praktischer Übung können Sie zu Hause viele Sushi Rezepte ausprobieren und Ihre Gäste mit Sushi verwöhnen. Die wichtigsten Zutaten, wie Sushi Reis, Bambusmatte, eingelegten Ingwer und Wasabi finden Sie in gutsortierten Supermärkten oder in asiatischen Lebensmittelgeschäften. Die Grundzutaten sind oft schon in einem Sushi Set zusammengestellt. So klappt der erste Sushi Abend zu Hause und keine wichtigen Zutaten fehlen.

Mit Freunden und Familie das Sushi zusammen selbst zu machen ist natürlich am schönsten: Dann kann jeder nach seinem eigenen Geschmack Sushi selber machen und verschiedene Sushi Rezepte ausprobieren. Je öfter Sie zu Hause Sushi selber machen, desto schneller und besser können Sie mit der Zeit die kleinen Röllchen formen und lernen dabei, welche Fisch- und Gemüsekombinationen Ihnen am besten schmecken.

Wir wünschen Ihnen viel Freude beim Ausprobieren und Selbermachen der japanischen Delikatesse!

Sushi-Party

Sushiparty: mit Freunden zu Hause Sushi selber machen

Gesellig und lecker: Sushi zusammen selbst zu machen ist für alle ein Spaß

Sushi-Zutaten

So kommt die Sushi-Party ins Rollen: Ähnlich wie bei einem Fondue werden alle vorbereiteten Zutaten auf den Tisch gestellt. Jeder Gast bekommt eine Sushi-Matte und kann sein Sushi selbst zusammenstellen und rollen.

Tipps zum Fisch: Achten Sie auf Fisch in "Sushi-Qualität". Er ist explizit für den Rohverzehr geeignet und muss laut Gesetz mindestens 24 Stunden bei minus 20 Grad tiefgekühlt lagern, damit eventuell vorhandene Parasiten absterben.
Übrigens: es muss nicht unbedingt Thunfisch oder Lachs sein. Auch heimische Fischarten wie Schellfisch, Kabeljau, aber auch Scholle, weißer Heilbutt, Steinbutt und Makrele sind geeignet und wegen der kurzen Transportwege leichter superfrisch zu bekommen.

Wasabi
Ein tolles Essen mit Freunden: Sie bereiten die Zutaten vor und jeder Gast rollt die Sushi selbst. Hier finden Sie Informationen zu den Sushi-Zutaten.