Tamarillo: Kleine Warenkunde

Die rote eiförmige Frucht ist hier in Deutschland noch wenig bekannt, wird inzwischen jedoch in manchen Supermärkten angeboten. Alles was Sie über diesen besonderen Exoten wissen sollten und warum es sich lohnt, ihn zu probieren, erfahren Sie hier.

Charakteristik

Tamarillo ist ein Nachtschattengewächs mit ca. 8-10 cm großen, eiförmigen Früchten. Sie haben eine glatte, feste Schale, die je nach Reifegrad gelb, orange, rot oder violett sein kann und meist dunkle Streifen trägt. Sie ist im reifen Zustand dunkelrot und hat eine pflaumenartige Konsistenz, der Kern ist dunkel und saftig. Die überreife Frucht ist leicht runzelig wie eine vollreife Tomate, die unreife Frucht ist sehr hart, grün und sehr bitter. Beim Kauf sollte die Frucht also leichtem Druck nachgeben und dunkelrot sein. Je weicher die Frucht, desto süßer ist sie auch. Wenn man sie aufschneidet ähnelt sie einer Tomate. Das Fruchtfleisch direkt unter der Schale ist relativ geschmacksneutral. Die zwei Kammern sind mit vielen kleinen schwarzen weichen Samen mit Fruchtgelee gefüllt, die süß-sauer-herb schmecken. Die Schale ist bitter und fest und sollte vor dem Verzehr entfernt werden. Am besten, indem man sie wie Tomaten mit heißem Wasser abbrüht und die Schale abzieht.

Sorten und Inhaltsstoffe

Es gibt verschieden Sorten, die sich je nach Herkunft äußerlich und geschmacklich unterscheiden. Einige Sorten haben einen tomatenähnlichen Geschmack. Die indonesische und portugiesische Tamarillo ist klein wie ein Wachtelei, auch unreif rot bis dunkelrot und sehr süß. Die afrikanische Tamarillo ist eigroß, grün-gelb-orange und wenn sie reif ist rot. Der Geschmack ist herber, aber immer noch süß. Tamarillos sind reich an Vitaminen und Mineralstoffen, besonders an Vitamin C und Phosphor.

Herkunft und Anbau

Die Tamarillo stammt aus dem Norden Südamerikas, den Anden Perus. Sie wurde von den Indios schon seit Jahrhunderten kultiviert und wird heutzutage überwiegend in Neuseeland angepflanzt und in die USA exportiert, aber auch in anderen subtropischen Gegenden wird sie kommerziell angebaut. Die Tamarillo ist das ganze Jahr über in gut sortierten Lebensmittelgeschäften erhältlich. Tamarillos werden unreif geerntet und reifen auf dem Transport nach. Reife Tamarillos sollten schnell verzehrt und anderenfalls im Kühlschrank aufbewahrt werden, da sie schnell überreif werden und austrocknen. Die reifen Früchte halten sich maximal eine Woche, nicht reife Früchte bei 6-8° C ca. zwei Wochen.

Verwendung und Verzehr

Die Tamarillo ist vielseitig einsetzbar. Sie kann als Obst oder als Gemüse verzehrt werden. Roh, halbiert, gezuckert oder mit Salz und Pfeffer kann man sie wie eine Kiwi mit dem Löffel genießen. Aber auch als Beilage zu Fleisch, in Brotaufstrichen, in Chutneys und Saucen, zu Käse und in Salaten. In Süßspeisen schmeckt sie besonders als Marmelade, Kompott oder zu Eis.