Französische Küche
Frankreich ist die Heimat der Haute Cuisine, die französische Küche der Inbegriff von gutem Essen. Aber es müssen nicht nur Kreationen wie von Paul Bocuse sein. Auch bodenständige Gerichte wie Bouillabaisse oder ein knuspriger Flammkuchen werden gern aufgetischt. Das wichtigste in der französischen Küche ist, dass es gut schmeckt.
Französische Küche ist Vielfalt
So variantenreich wie die Grande Nation präsentiert sich deren Küche. Die französischen Regionalküchen sind raffiniert und freigen immer auf heimische frische Zutaten zurück. Aufgrung unterschiedlicher klimatischer Bedingungen bringen die Regionen verschiedene Produkte hervor, die wiederum die jeweilige Küche prägen. Im Norden und im Landesinneren von Frankreich wird übrigens gern deftig mit Sahnesaucen gekocht, in der südlichen französischen Küche dominieren die Einflüsse der Nachbarländer Spanien und Italien.
Liebe zum Essen
Allen Franzosen ist die Liebe zum Essen gemein. Durchschnittlich verbringen sie wesentlich mehr Zeit zu Tisch als die Deutschen: Qualitativ hochwertige Zutaten, frisches Baguette und guter Wein sind Basisbestandteile jedes Essens in der französischen Küche. Aber in Zeiten der Finanzkrise greifen auch unsere Nachbarn immer öfter zu preiswerten Zutaten oder aus Zeitmangel zu Convenience Produkten.
Schätze aus dem Meer: Bouillabaise und Austern
Die Gallier aus Asterix haben sich gegenseitig mit „garantiert frischen Fischen aus Lutetia“ verprügelt. Tatsächlich tummeln sich vor den Küsten von Provence und Normandie zahlreiche Meerestiere, die ohne Umweg nach Paris auf den Teller gelangen.
Berühmt ist die Bouillabaisse aus Marseille: In die Fischsuppe gehören verschiedene Mittelmeerfische wie der Knurrhahn und die Rotbarbe, Meeresfrüchte, frisches Gemüse, Kräuter und die traditionelle Rouille, eine Chilli-Knoblauch-Paste.
Auch aus dem Atlantik fischen die Franzosen zahlreiche Fischarten, darunter Seewolf oder Seeteufel und hin und wieder auch einen Hummer. Der wird gern zu Marmite Bretonne, einem Eintopf, verarbeitet. Südlich von La Rochelle finden sich ausgedehnte Austerngärten, in denen die populären Fine de Claire-Austern heranwachsen. Vor allem die grünen Fine de Claires sind für ihren exzellenten Geschmack bekannt.
Süße französische Küche
Die Franzosen lieben alles, was süß ist. Desserts und Süßspeisen wie Mousse au Chocolat, Crème Brulée oder Tarte Tatin beweisen es. Ein ganz besonderer Genuss sind Macarons. Bei dieser Konfekt-Spezialität umschließen zwei zarte Baiser-Teile eine luftige Crème. Die Geschmacksrichtungen reichen von fruchtigen Aromen wie Himbeere über den Klassiker mit Vanille bis zu modernen Versionen mit Jasmin oder Lakritz. Ein Macaron kann gut und gerne zwei Euro kosten. Die Besten gibt es bei Ladurée in Paris. Wer keinen Frankreich-Urlaub gebucht hat, kann im Berliner Kaufhaus Lafayette die Macarons von Konditor Frédéric Cassel probieren - oder sie natürlich selber backen, nach einem Macarons-Rezept von uns.
Exklusives aus Korsika
Die französische Küche ist nicht nur auf dem französischen Festland vertreten. Es lohnt sich auch, die kulinarischen Vorlieben der Korsen zu entdecken. Die Insulaner halten verwilderte Hausschweine, deren Fleisch zu saftigen Würsten und Schinken verarbeitet wird. Ein Fleischgenuss ohne schlechtes Gewissen, denn die korsischen Schweine kennen keine Massentierhaltung. Aufs Brot passt korsischer Frischkäse aus Ziegen- oder Schafsmilch. Wer es lieber süß mag, kommt beim regionalen Kastanienhonig auf seine Kosten. Einen ganz besonderen Geschmack verleiht das kaltgepresste Olivenöl den Speisen der größten französischen Insel.
Fotos: Wikimedia (3), Janne Peters