Sushi selbst gemacht
Wenn Sie Sushi selbst machen, ist ein gut zubereiteter Reis bereits die halbe Miete. Der Reis muss frisch zubereitet einen guten Biss haben, denn er nimmt noch Flüssigkeit in Form einer Essig-Zucker-Mischung auf. Abgekühlt wird er dann zu Sushi geformt.
Reis vorbereiten
Für 4 Maki-Rollen benötigen Sie 175 g Sushi-Reis. Er kann sowohl vollautomatisch und bequem im Reiskocher zubereitet werden. Sie können ihn aber auch ganz einfach in einem schweren Topf mit gut schließendem Deckel garen. Den Reis zunächst gründlich waschen, um die Stärke zu entfernen. Dazu den Reis so oft in frischem Wasser auswaschen und abgießen, bis sich das Wasser nicht mehr milchig färbt. Den Reis in ein Sieb geben und gut abtropfen lassen.
Dann den Reis in einen Topf geben und mit 225 ml frischem Wasser auffüllen und ein Stück Konbu (ca. 5x10 cm) dazugeben. Der Reis sollte noch etwa 30 Minuten lang quellen. Dann geht es ans Kochen. Den Reis einmal aufkochen, Deckel auf den Topf und nach einer Minute die Hitze reduzieren. Auf mittlerer Hitze 4-5 Minuten, dann auf niedriger Hitze noch einmal 10 Minuten garen. Nun sollte keine Flüssigkeit mehr im Topf sein, der Reis hat das Wasser vollständig aufgenommen.
Den Topf von der Herdplatte ziehen, den Deckel abnehmen und für etwa 10-15 Minuten mit einem Geschirrtuch bedecken. Dann kann der Reis mit Sushi-zu verfeinert werden. Dazu erhitzen sie 1½ EL Reisessig, 1 EL Zucker und 1 TL Salz leicht, bis sich Zucker und Salz aufgelöst haben. Den Reis in ein flaches Behältnis mit großem Durchmesser (am besten den Hangiri) geben und die Reisessig-Mischung darüber verteilen. Vorsichtig verrühren, dann mit einem Fächer Luft zuführen, damit er schneller abkühlt. So erhält er einen schönen Glanz. Jetzt kann der Reis weiterverarbeitet werden.
Maki-zushi zubereiten
Für Maki-zushi benötigen Sie neben dem Reis noch eine Bambusmatte, ein scharfes Messer, getrocknete Seetang-Platten (Nori), Wasabi und die Zutaten, mit denen Sie Ihre Rollen füllen möchten.
Die Nori-Blätter kurz anrösten, halbieren, dann mit der glänzenden Seite nach unten auf die Bambusmatte legen. Der Reis wird dünn auf dem Seetang verteilt. Am oberen Rand zwei und an den übrigen Rändern 1 cm vom Nori-Blatt frei lassen. Tipp: Geben Sie etwas Essigwasser auf Ihre Hände, damit der Reis weniger klebt.
Jetzt können Sie sich an die Füllung machen. Dazu bestreichen Sie den Reis quer in der Mitte mit Wasabi. Vorsichtig dosieren, da Wasabi sehr scharf ist. Auf den Wasabi können Sie zum Beispiel einfach Streifen von rohem Fisch oder eine Mischung aus Avocado, Gurke und Lachs legen.
Das Noriblatt jetzt mithilfe der Bambusmatte mit leichtem Druck über den Reis rollen. Die Rolle zum Schluss noch einmal kräftig andrücken und in 6-8 gleichmäßige Stücke schneiden.
Nigiri-zushi zubereiten
Die Zubereitung ist sehr einfach und eignet sich deshalb besonders für Anfänger. Sie benötigen Reis, Fisch (Sashimi) und Wasabi und keine weiteren Hilfsmittel.
Sie nehmen etwas Reis in die befeuchtete Hand und drücken ihn zu einem länglichen, ovalen Bällchen zusammen. Dann streichen Sie etwas Wasabi auf den Fisch. Jetzt das Reisbällchen auf den Fisch legen und kräftig zusammendrücken. Beim Anrichten sollten Sie darauf achten, dass Nigiri-zushi grundsätzlich paarweise serviert werden. In Japan gilt dies traditionell als Symbol des Friedens und der Harmonie.
Wichtig: Hygiene bei der Zubereitung
Die gesundheitlichen Risiken, die mit dem Verzehr von Sushi einhergehen, sind sehr gering, wenn einige Regeln beachtet werden. Am wichtigsten sind optimale hygienische Bedingungen bei der Zubereitung. Arbeitsfläche und Schneidebretter sollten absolut sauber sein und nach der Verarbeitung von Fisch heiß abgewaschen werden. Auch Messer sollten Sie nach den einzelnen Arbeitsschritten gründlich abspülen. Achten Sie außerdem darauf, dass sie mit frischen Küchenhandtüchern arbeiten.
Fotos: Wikimedia, www.flickr.com, www.sxc.hu