Britische Kleinigkeit: Trifle

Creme, Kuchen und Obst sind die Zutaten des englischen Klassikers Trifle: Schicht für Schicht entsteht daraus eine köstliche Süßspeise - traditionell wird der Biskuit mit Whisky oder süßem Likör beträufelt.

Süßes Dessert mit Tradition

Britische Kleinigkeit: Trifle
Creme Trifle mit Rhabarber und Himbeeren

Die englische Küche ist besser als ihr Ruf. Auch die unzähligen köstlichen Leckereien, die als Dessert oder zum Afternoon Tea gereicht werden, überzeugen: Scones mit oder ohne Clotted Creme, Muffins, Shortbread - und natürlich Trifles.

Bereits im 17. Jahrhundert naschten die Briten Trifles, wörtlich übersetzt Lappalien oder Bagatellen. Damals bestanden sie in erster Linie aus Schlagsahne und püriertem Obst, ähnlich der Roten Grütze.

Die heutige Version aus Biskuit, Obst, Creme und Sahne wurde erst im 18. Jahrhundert populär. Die Zubereitung des britischen Dessertklassikers ist jedoch alles andere als eine Kleinigkeit und verlangt etwas Aufwand und Aufmerksamkeit. So kommt Trifle in Großbritannien vor allem zu besonderen Anlässen auf den Tisch. Traditionell wird Trifle in großen, runden Glasschalen serviert, moderner ist die Variante, einzelne Portionen in Gläser oder formschöne Schälchen zu füllen: Freien Blick auf die verlockende, mehrschichtige Köstlichkeit bieten beide - wie auch die obligatorische Sahnekrone beides auf Feinste schmückt.

Video-Rezept: Frischkäse-Karamell-Trifle

Schnell gemacht, aber dennoch ein Dessert-Highligt: Diesem Trifel aus Frischkäse und Himbeeren geben Karamell und Ingwer-Shortbred die besondere Note.

Frischkäse-Karamell-Trifle

Frischkäse-Karamell-Trifle
25 Min. plus Kühlzeit

Schicht für Schicht: Die Zubereitung

Britische Kleinigkeit: Trifle
Trifle mit Schokobiskuit und Birnen

Ein klassischer Trifle besteht aus mindestens drei Schichten: Zuerst kommen zerkleinerte Biskuits oder anderer süßer Küchenteig in eine große Glasschüssel, es folgen die eingekochten Früchte, die mit feinem Whisky, Portwein, süßem Sherry oder Likör beträufelt werden. Der Alkohol bahnt sich einen Weg durch die Früchte und tränkt dann auch den Boden. Dann die Schale kalt stellen. Derweil lässt sich die traditionelle Crememasse, der Custard, auch als Englische Creme bekannt, aus Eigelb, Zucker, Milch und Vanille im Wasserbad aufschlagen. Ist diese abgekühlt und fest, kommt sie als dritte Lage auf das Obst. Nach der Custardschicht folgt geschlagene Sahne obenauf, die mit Pistazien, Mandelsplittern oder anderen Nüssen verziert werden kann. Fertig ist der Trifle - süß und mächtig.

Zahlreiche kreative Variationen ersetzten den aufwendig herzustellenden Custard beispielsweise durch Schokoladencreme. Die Früchte, ursprünglich in Alkohol eingelegtes Trockenobst, das mit frischen Früchten vermischt wurde, erhalten durch Wackelpudding oder die Zugabe von Gelatine eine besondere feste Konsistenz und auch der Boden kann aus den unterschiedlichsten Variationen bestehen: Zwieback, Amarettini, Löffelbiskuit - die Nähe zum italienischen Dessertklassiker, demTiramisu , ist unübersehbar.