Vegan einkaufen: hilfreiche Tipps

Wer sich für eine vegane Lebensweise entscheidet, der muss gerade beim Einkauf vieles beachten. Wir haben die wichtigsten Tipps für Sie zusammengefasst.

Zutatenlisten checken

Für Veganer ist es besonders wichtig, die Zutatenlisten von Lebensmitteln zu überprüfen. Manchmal können sich noch tierische Bestandteile versteckt haben, die nicht auf den ersten Blick ersichtlich sind. So wird zum Beispiel Molke in einigen Knabberartikeln als Geschmacksträger verwendet. Wer das nicht weiß, hat schnell ein tierisches Produkt zu sich genommen, ohne es zu merken. In einigen Fällen hilft es leider nur, sich beim Hersteller schlau zu machen, um wirklich auf Nummer sicher zu gehen. Das ist zwar etwas umständlich, aber sobald sie ein rein veganes Produkt gefunden haben, dass Ihnen schmeckt, können Sie schließlich dabei bleiben und laufen nicht mehr Gefahr, ungewollt von Ihrem Ernährungsplan abzuweichen.

Auf E-Nummern achten

Neben den relativ offensichtlichen Zutaten tauchen in den Listen auf den Verpackungen auch häufig E-Nummern auf. Leider weiß man in den seltensten Fällen, was eigentlich dahinter steckt. Doch gerade für Menschen, die sich vegan erähren möchten, sind diese Informationen wichtig.

Hinter E 120 verbirgt sich beispielsweise ein roter Farbsstoff, der aus Läusen gewonnen wird. E 542 bezeichnet Knochenphosphate. Da Veganer auch auf Produkte von Bienen verzichten möchten, sollten sie ebenfalls auf E 901 (Bienenwachs) achten. Diese und alle weiteren E-Nummern können Sie im Internet einsehen und sich so leicht einen Überblick über die zu meidenden Komponenten verschaffen.

Ganz oder gar nicht

Wer sein Leben wirklich strikt vegan gestalten möchte, für denen sollte dieser Grundsatz nicht beim Lebensmitteleinkauf enden. Auch bei Kleidung und Kosmetikprodukten gilt es aufs Detail zu achten. Trotz eines gesetzlichen Verbotes für Tierversuche, das in Deutschland seit 1998 in Kraft ist, gibt es leider hin und wieder Firmen, die ihre Produkte im Ausland testen oder produzieren und diese Vorschrift so umgehen. Gerade Veganer sollten daher darauf achten, welche Creme sie in den Einkaufwagen legen. Selbstversdtändlich sind auch bei Kleidung tierische Materialien tabu. Leder, Wolle oder gar Pelz sollten nicht im Schrank eines echten Veganers hängen.

Guter Ersatz

Gerade für vegane Neulinge stellt sich häufig die Frage, was man eigentlich noch essen kann. Viele Rezepte sind einfach nicht auf diese Ernährungsweise abgestimmt. Aber glücklicherweise gibt es Möglichkeiten, solche Bestandteile durch 100 prozentig tierfreie Alternativen zu ersetzen.

Bei Milch wird es dem veganen Verbraucher inzwischen zum Glück leicht gemacht. Im Angebot findet man Soja-, Mandel-, Reis- oder auch Hafermilch. Viele Hersteller bieten inzwischen auch verschiedene Geschmacksrichtungen an.

Hinter dem Begriff Yofu verbirgt sich ein Joghurtersatz, der durch Fermentierung aus Sojamilch gewonnen wird und ebenfalls von verschiedenen Herstellern und in den unterschiedlichsten Geschmäckern zu haben ist.

Wenn Sie ein Backrezept mit Eiern abwandeln möchten, gibt es verschiedene Empfehlungen. Zum einen ist ein spezielles Ersatzpulver auf dem Markt. Um eine gewisse Konsistenz zu erreichen, können aber auch Sojamehl oder Bananen verwendet werden.

Wer auf Honig verzichten möchte, ist mit Agavendicksaft gut beraten. Wer es etwas ausgefallener mag, kann auf Löwenzahnblütenhonig zurückgreifen.