Wacholder: Kleine Warenkunde

Der würzige und süß-bittere Geschmack der Wacholderbeeren lässt sich in der Küche vielseitig einsetzen. Erfahren Sie bei uns alles Wissenswerte zum Gewürz Wacholder.

Herkunft und Sorten

Wacholder: Kleine Warenkunde
Erst wenn sich die Wacholderbeeren dunkel färben, sind sie reif.

Beheimatet ist der Wacholder ursprünglich in den nördlichen Klimazonen und kommt heute vor allem in Italien, Bayern und Norddeutschland vor. Der Strauch oder der Baum kann bis zu 10 m hoch werden und die Wacholderbeeren brauchen zwei Jahren zum reifen. Nach der Reifezeit sind die herben, blauschwarzen Beeren ein beliebtes Küchengewürz.

Wacholderbeeren lassen sich frisch und getrocknet verwenden. Der Geschmack der frischen Beeren ist weniger streng als der von getrockneten. Die ganzen Wacholderbeeren sollten Sie kühl und trocken lagern.

Verwendung

Wacholder: Kleine Warenkunde
Frische Wacholderbeeren

Wacholderbeeren können Sie ganz, zerdrückt oder gemahlen verwenden. Oft sind sie auch Bestandteil von Gewürzsäckchen. Wacholderbeeren enthalten Harze, Fette, Zucker, viele Bitterstoffe und einige ätherische Öle. Daher kommt ihr bitterharziger Geschmack mit einer leicht süßlichen und würzigen Note. Aufgrund ihres starken Aromas sollten Sie die Wacholderbeeren sparsam verwenden. Eine gute Kombination bildet Wacholder mit Majoran oder Rosmarin.

Das durchschmeckende und individuelle Aroma der Wacholderbeeren lässt sich gut für Sauerkraut, Marinaden, Sauerbraten, Fischsud und Ragouts verwenden. Außerdem sind die Beeren Bestandteil vieler Fleisch- und Wildmarinaden. Wacholderbeeren sind Geschmacksträger in Schnäpsen wie Steinhäger und das aromatische Wacholderöl dient als Essenz für Branntweine wie Genever und Gin und findet sich außerdem in Cola-Getränken und Süßigkeiten. Mit den Wacholderbeeren können Sie auch selbst leckere Getränke wie zum Beispiel Le genièvre zubereiten.