Wachtelbohnen

Wachtelbohnen sind nicht nur besonders schön anzusehen, sondern auch lecker und gesund. Wir sagen Ihnen, was Wachtelbohnen ausmacht und was sie alles mit Ihnen anstellen können. Außerdem finden Sie hier Rezepte mit Wachtelbohnen.

Wachtelbohnen: Merkmale und Herkunft

Wachtelbohnen
Die Farbe der Wachtelbohnen-Kerne ähneln Wachteleiern

Wachtelbohnen, die auch als Pintobohnen bekannt sind, verdanken ihren Namen ihrer Ähnlichkeit zu Wachteleiern. Die mittelgroßen, leicht länglichen Bohnenkerne sind beige mit rot-braunen Sprenkeln. Die Zeichnung verliert sich allerdings, wenn man Wachtelbohnen kocht.

Wachtelbohnen gehören zu den Bohnenkernen. Man verzehrt also nur ihre inneren Früchte. Als Unterart der Gartenbohne sind Wachtelbohnen Hülsenfrüchte. Wachtelbohnen stammen aus den USA, sind aber vor allem aus der mexikanischen Küche bekannt. In beiden Ländern sind sie die am häufigsten verwendete Varietät der Gartenbohne. In New Mexiko sind Wachtelbohnen neben der Chilifrucht sogar offizielle Gemüsesorte des Bundesstaates. Wachtelbohnen kochen relativ weich, behalten dennoch ihre Form und haben einen milden Geschmack. Das macht sie zu einem guten Begleiter für Eintöpfe, Suppen und Salate.

Wachtelbohnen einkaufen und lagern

Wachtelbohnen sind bei uns in der Regel getrocknet erhältlich. In dieser Form halten Sie sich sehr lange. Wachtelbohnen sollten allerdings immer gut verschlossen und trocken gelagert werden. Sie können die Kerne z.B. in einem Glas mit Drehverschluss aufbewahren. Wenn Sie die Wachtelbohnen gelegentlich lüften, halten Sie bis zu einem Jahr. Wenn getrocknete Wachtelbohnen nicht mehr frisch sind, werden sie beim Kochen nicht mehr richtig weich.

Manchmal werden Wachtelbohnen auch in Konserven angeboten. Bei dieser vorgegarten Variante können Sie sich nach dem Mindesthaltbarkeitsdatum (MHD) richten, dass auf der Verpackung angegeben ist. Einmal geöffnet, sollten Wachtelnbohnen aus Konserven aber schnell verbraucht werden. Sollten Sie doch einmal frische Wachtelbohnen bekommen, können Sie diese 1-2 Tage im Kühlschrank aufbewahren.

Wachtelbohnen verarbeiten

Wachtelbohnen
Wachtelbohnen schmecken gut in Eintöpfen

Bevor Sie getrocknete Wachtelbohnen kochen können, müssen Sie sie ca. acht Stunden in Wasser einlegen. Die Kochzeit beträgt dann etwa eine Stunde. Längere Einweichzeiten verkürzen die Kochzeiten. Darüber, ob man das Einweichwasser zum Kochen verwenden oder lieber frisches nehmen sollte, herrscht keine Einigkeit. Einige gehen davon aus, dass Teile der Blähstoffe, die in Wachtelbohnen enthalten sind, in das Wasser übergehen und dieses daher besser ausgewechselt werden sollte. Andere sagen, man verschwende damit wertvolle Mineralstoffe. Egal für welche Variante Sie sich entscheiden - ein Tipp zum Garen von Wachtelbohnen ist, einen Teelöffel Natron in das Kochwasser zu geben. So sollen sie schneller garen und weniger blähen.

Bekannt sind Wachtelbohnen vor allem aus mexikanischen Speisen, wie Frijoles Refritos. Das schmackhafte Bohnenpüree ist eine beliebte Beilage zu fast allen Gerichten. Durch ihren milden Eigengeschmack passen Wachtelbohnen aber auch hervorragend in Eintöpfe, Suppen und Salate. Neben ihrer Eigenschaft eher dezent zu sein, können Wachtelbohnen nämlich auch sehr gut den Geschmack anderer Zutaten aufnehmen. Sehr gut harmonieren beispielsweise Thymian, Knoblauch oder Zitrone mit Wachtelbohnen.

Wachtelbohnen: Das steckt drin

Wachtelbohnen enthalten viele Vitamine, Mineralstoffe und wertvolle Ballaststoffe. Der hohe Eiweißanteil ist vor allem für Vegetarier interessant, da sie eventuelle Mängel durch Fleischverzicht mit Wachtelbohnen - wie auch mit anderen Hülsenfrüchten - ausbessern können. Zusätzlich sind Wachtelbohnen äußerst fettarm und frei von Cholesterin.

Es lohnt sich also, Wachtelbohnen regelmäßig auf den Speiseplan zu setzen, denn sie sind abwechslungsreich und gesund.