Waldmeister - Rezepte & Tipps

Viele kennen ihn nur als grünen Wackelpudding oder Limonade, doch was genau ist eigentlich Waldmeister? Erfahren Sie hier mehr über das herrliche grüne Maikraut - wo Sie es bekommen, wie Sie es zubereiten und was es mit dem Inhaltsstoff Cumarin auf sich hat.
In diesem Artikel
Die Waldmeisterpflanze
Inhaltsstoff Cumarin
Küchentipps & Rezepte
Do It Yourself: Maibowle

Die Waldmeisterpflanze

Waldmeister - Rezepte & Tipps

Kleiner Waldmeisterstrauß mit weißen Blüten

An schattigen Orten in unseren Laubwäldern ist der Waldmeister zu Hause. Das wohlriechende Labkraut ist auch unter dem Namen Maikraut bekannt und beginnt bereits im März zu treiben. Je nach Lage blüht der Waldmeister von April bis in den Juni hinein. Die Pflanze ist grün, krautartig und wird maximal 50 cm hoch. Ihre Stängel sind kahl und tragen in größeren Abständen einige Blattquirle mit mehreren schmalen glatten Blättern. Ihre Blüten sind klein und weiß. Nachdem der Waldmeister geblüht hat, entstehen aus den weißen Blüten klettenähnliche Samen.

Waldmeister finden Sie im Wald, auf Wochenmärkten oder auch in Gärtnereien. Wer einen Garten hat, kann den Waldmeister auch selber anpflanzen, er bevorzugt schattige Flecken. Die mehrjährige frostharte Pflanze braucht nur wenig Wasser und eine humusreiche Erde. Sie können entweder Stecklinge aussetzen oder im Herbst Samen sähen - diese benötigen Frost, um zu keimen. Ab dem zweiten Jahr können Sie den Waldmeister ernten, am besten vor oder am Anfang der Blütezeit, da dann der Cumaringehalt geringer ist.

Waldmeister, Waldmeisterbeet

Waldmeisterbeet mit Blüten

Inhaltsstoff Cumarin

Neben Vitamin C enthält Waldmeister den Stoff Cumaringlycosid. Durch Welken, Einfrieren oder Trocknen der Pflanze wird es in Cumarin umgewandelt. Cumarin ist verantwortlich für das typische Waldmeisteraroma: Es riecht würzig, süß und leicht nach Heu. In geringen Mengen wird Waldmeister als Heilpflanze eingesetzt: Es wirkt entzündungshemmend, krampflösend und gefäßerweiternd darüber hinaus schweißtreibend aber auch beruhigend. In höheren Dosen verursacht es allerdings Kopfschmerzen, Benommenheit oder sogar Leberschäden.

Da Waldmeister ein sehr intensives Kraut ist, benötigen Sie nur sehr kleine unbedenkliche Mengen, um Speisen und Getränke zu verfeinern. Empfohlen werden 3 g Waldmeister pro Liter Flüssigkeit.

Küchentipps & Rezepte

Lassen Sie Waldmeister vor der Anwendung leicht anwelken oder frieren Sie ihn ein, damit er sein typisches Aroma entfaltet. Eingefroren lässt sich Waldmeister länger lagern. Dazu am besten den frisch geernteten Waldmeister nebeneinander locker in einer flachen Schale auslegen. Trocknen Sie den Waldmeister, wird der Geschmack besonders ausgeprägt. Er sollte nur wenige braune Stellen aufweisen: Ist er schwarz, haben Sie ihn zu lange getrocknet und er hat sein Aroma bereits verloren.

Waldmeister schmeckt in Getränken als Auszug, als Sirup oder auch als Öl für Salate und zu Käse. Sehr gern wird er für Süßspeisen wie Wackelpudding, Eis oder Torten verwendet. In der Waldmeister- bzw. Maibowle schmeckt der frische junge Waldmeister am besten. In den Stängeln befindet sich eine milchige Flüssigkeit, die nicht ins Getränk laufen sollte: Binden Sie die Stängel zu einem Strauß und hängen Sie diesen kopfüber in die Bowle! Auch für Tees und Extrakte eignet sich der getrocknete Waldmeister.

Lassen Sie sich von unseren Rezepten mit Waldmeister inspirieren!

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