Wasser

Natürliches Mineralwasser steht auf Platz Eins der beliebtesten Getränke der Deutschen. Aber auch Leitungs-, Quell- und Tafelwasser stehen hoch im Kurs. Erfahren Sie hier, welche Unterschiede es zwischen ihnen gibt, holen Sie sich Inspiration mit unseren tollen Rezepten mit Mineralwasser und erfahren Sie, welche Geschmackserlebnisse durch die Kombination von Wasser mit anderen Getränken wie Kaffee, Wein und Whisky oder bestimmten Gerichten erzeugt werden können.
In diesem Artikel
Leitungswasser
Mineralwasser
Tafelwasser
Quellwasser
Heilwasser
Wasser & unser Körper
Rezepte mit Mineralwasser
Das passende Wasser für Kaffee, Wein & Whisky
Wasser & Essen

Wir lieben Wasser, in jeder Variation. Aus der Leitung, mit viel oder wenig Kohlensäure versetzt, zum Verdünnen von Fruchtsäften, oder als köstlichen Durstlöscher mit Zitrone und Minze.

Wasser ist aber noch so viel mehr als eines der liebsten Getränke der Deutschen. Es spendet dem Körper Feuchtigkeit und sorgt für einen ausgeglichenen Wasserhaushalt: Wasser verhindert, dass wir nicht dehydrieren und unsere Organe funktionstüchtig bleiben. Kurz: Ohne Wasser kein Leben.

Wasser
Gläser gefüllt mit frischem Wasser

Leitungswasser

Direkt aus dem Wasserhahn ist es uns allen direkt verfügbar. Immer und zu jeder Zeit. Leitungswasser, gern auch mit Trinkwasser gleichgesetzt, wird zu etwa zwei Dritteln aus Grundwasser und zu einem Drittel aus Oberflächenwasser wie Flüssen und Seen gewonnen. In der Trinkwasserverordnung ist die Qualität des Trinkwassers festgelegt. Es wird meist chemisch aufbereitet und ist geruchsfrei, klar und frei von Keimstoffen. So ist es bestens für den menschlichen Verzehr geeignet.

Trinkwasser gilt in Deutschland als das am besten überwachte und untersuchte Lebensmittel. Es unterliegt dabei höheren Qualitätsanforderungen als Mineralwasser oder Tafelwasser.

Zu Hause gibt es dennoch Punkte, die Sie beim Gebrauch von Leitungswasser beachten sollten:

• Leitungswasser kann, wie jedes andere Lebensmittel auch, verderben. Haben Sie Ihre Leitung länger als vier Stunden nicht benutzt, lassen Sie den Hahn kurz laufen – abgestandenes Wasser kann ablaufen und frisches Wasser verzehrt werden.

• Greifen Sie für heißes Wasser zum Trinken auf einen Wasserkocher oder gekochtes Wasser vom Herd zurück. Im Durchlauferhitzer können Verunreinigungen entstehen.

• In älteren Häusern können noch Bleirohre verlegt sein. Das kann zu einer erhöhten Belastung an Blei im Trinkwasser führen. Sind Sie sich unsicher, fragen Sie bei Ihrem Vermieter oder der Hausverwaltung nach. Trinkwasseranalysen der örtlichen Wasserwerke können im Zweifelsfall gegen einen Beitrag von rund 50 Euro ebenfalls durchgeführt werden. Viele Wasserwerke bieten diesen Dienst werdenden Müttern gegen Vorlage des Mutterpasses auch entgeltfrei an.

Mineralwasser

Mineralwasser steht unangefochten auf Platz 1 der beliebtesten Getränke der Deutschen. Dabei können wir aus über 500 Mineralwässern wählen, die aus etwa 200 Mineralbrunnen gewonnen werden.

Mineralwasser entsteht durch Regenwasser, das im Laufe mehrerer Jahre durch verschiedene Gesteinsschichten sickert - dabei wird es auf natürliche Weise gereinigt und nimmt gleichzeitig Mineralstoffe wie Calcium und Magnesium als auch Kohlensäure auf.

Das unterirdische Wasservorkommen wird von den Mineralbrunnenunternehmen an die Oberfläche befördert und direkt vor Ort in Flaschen abgefüllt. Dieser Vorgang bewahrt die natürliche Reinheit des Mineralwassers. Um die Reinheit und Sicherheit des Mineralwassers weitgehend zu gewährleisten, werden an verschiedenen Stationen der Produktionskette Untersuchungen durchgeführt: Von Messungen des Wassers über Sauberkeit der Flaschen bis hin zum Etikett. Als einziges Lebensmittel in Deutschland besitzt natürliches Mineralwasser eine amtliche Anerkennung.

Wasser
Wasserflaschen auf einem Förderband

Jede Region in Deutschland weist eine unterschiedliche Ablagerung der Erdschichten auf. Somit ist auch jedes Mineralwasser einzigartig: Es unterscheidet sich in der Zusammensetzung der Mineralstoffe, Spurenelemente und Kohlensäure, die es auf dem Weg durch die verschieden Gesteinsschichten aufnimmt. Dem Mineralwasser darf durch die Unternehmen lediglich Schwefel und Eisen entnommen als auch Kohlensäure zugefügt oder entfernt werden.

Je nach Gehalt der Mineralien wird Mineralwasser in drei Hauptgruppen unterteilt:

Hydrogencarbonatwässer haben meist einen hohen Gehalt an Magnesium und Calcium und schmecken erdig-trocken bis leicht metallisch.

Chloridwässer weisen mehr Natriumchlorid auf und bekommen eine salzige Note.

Sulfatwässer enthalten Calciumsulfat und können, je nach Sulfatkonzentration, leicht süßlich bis leicht bitter schmecken.

Neben unzähligen Mischformen gibt es auch Gebiete in Deutschland, in denen sich kaum Mineralstoffe im Wasser befinden. Sie weisen einen meist neutralen Geschmack auf. Steht auf dem Etikett mit sehr geringem Gehalt an Mineralstoffen enthält das Mineralwasser nicht mehr als 50 Milligramm Mineralstoffe pro Liter.

Tafelwasser

Tafelwasser kann, wie Leitungswasser, aus verschiedenen Wasserarten hergestellt und nach Bedarf mit Mineralstoffen und Kohlensäure angereichert werden. Im Gegensatz zu natürlichem Mineralwasser kann es an einem beliebigen Ort abgefüllt werden und benötigt keine amtliche Anerkennung. Lediglich die Richtlinien der Zusatzstoff-Zulassungsverordnung und der Trinkwasserverordnung müssen eingehalten werden. Auf dem Etikett muss vermerkt sein, dass es sich um Tafelwasser handelt. Es ist meist Grundlage vieler koffeinhaltiger Erfrischungsgetränke.

Quellwasser

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Wasser frisch aus der Quelle

Wie auch Mineralwasser durchläuft Quellwasser einige Gesteinsschichten, wird dadurch gereinigt und nimmt auf dem Weg Mineralstoffe auf. Es sammelt sich in einer Quelle, von wo aus es direkt abgefüllt werden muss. Anders als bei natürlichem Mineralwasser kann der Mineralstoffgehalt von Mal zu Mal variieren. Quellwasser muss keine physiologische Wirkung aufweisen, außerdem wird keine amtliche Anerkennung vergeben. Es unterliegt jedoch der Mineral- und Tafelwasserverordnung und muss deren Anforderungen entsprechen.

Heilwasser

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Wasser - Quell des Lebens

Heilwasser hat den gleichen Werdegang wie natürliches Mineralwasser und muss die gleichen Kriterien erfüllen. Um als Heilwasser zu gelten, muss es einen besonders hohen Gehalt an Mineralstoffen und Spurenelementen aufweisen. Seine Wirkung muss wissenschaftlich nachgewiesen und amtlich bestätigt sein. Im Vergleich zu den anderen Wässern unterliegt es dem Arzneimittelgesetz und wird durch das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte zugelassen. Aufgrund der natürlichen Zusammensetzung an Mineralstoffen weist Heilwasser besondere Eigenschaften auf: Es kann vorbeugende, lindernde oder heilende Wirkung auf den Körper haben.

Dazu zählen: • Stoffwechsel- und Organfunktionen können gestärkt werden • Mangelzustände können vorgebeugt werden • Defizite können ausgeglichen werden

Die Quelle, die Zusammensetzung der Mineralstoffe und Spurenelemente, die Trinkempfehlung und die Anwendungsgebiete können dem Etikett entnommen werden. Mehr Informationen zu Heilwasser finden Sie auf www.deutsche-heilbrunnen.de.

Wasser & unser Körper

Wasser ist lebenswichtig für unseren Körper. Der Mensch besteht zu etwa 70% aus Wasser und es ist wichtig, dass wir regelmäßig trinken um unseren Wasserhaushalt im Gleichgewicht zu halten.

Nehmen wir nicht genügend Wasser auf, bemerken wir das ziemlich schnell an einer trockenen Kehle und trockenen Lippen, Kopfschmerzen und Unkonzentriertheit.

Wir haben für Sie Tipps und Tricks, wie Sie auch während der Arbeit genügend Flüssigkeit zu sich nehmen und mit Energie und Frische durch den Tag kommen!

Richtig trinken im Job
Jeder vierte Deutsche trinkt zu wenig oder nimmt erst bei Durst Flüssigkeit zu sich. Besonders während der Arbeitszeit vergessen wir ausreichend zu trinken. Wir verraten wertvolle Trink-Tipps, die uns während der Arbeit fit halten.

Rezepte mit Mineralwasser

Haben Sie schon mal mit Mineralwasser gekocht oder gebacken? Saucen oder Püree werden fein-locker und Kuchen- oder Pfannkuchenteig besonders leicht.

Und auch Getränke wie Smoothies, Cocktails oder Limonade können Sie mit Mineralwasser den letzten Schliff geben. Einfach klasse!

Das passende Wasser für Kaffee, Wein & Whisky

Wer kennt es nicht: Zu einer duftenden Tasse Kaffee, einem Glas Wein oder Whisky trinkt man gerne ein Glas Wasser. Aber wussten Sie auch, dass bestimmte Wassersorten zu Kaffee, Wein oder Whisky besser passen als andere? Je nach Kohlensäure- und Mineralstoffgehalt kann Wasser bestimmte Geschmacksnuancen überstimmen – oder bei der richtigen Wahl unterstützen. Wir zeigen, worauf Sie achten können!

Wie also das passende Wasser zu Kaffee oder Wein aussuchen?

Wasser & Kaffee

Zu jeder Tasse Kaffee ein Glas Wasser – am besten eins mit wenig oder keiner Kohlensäure und reich an Hydrogencarbonat. Trinken Sie das Wasser vor oder während des Kaffees, nicht danach. Es neutralisiert den Geschmack im Mund und belebt die Geschmacksknospen, so dass das Kaffeearoma voll und ganz ausgekostet werden kann. Ab einem Hydrogencarbonat-Gehalt von 1.500 Milligramm pro Liter wirkt es im Körper zusätzlich als Säurepuffer: Die Gerbstoffe im Kaffee werden also neutralisiert und der Kaffee wird leichter bekömmlich.

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Espresso in Tasse mit einem Glas Wasser

Wasser & Wein

Kaum zu glauben, aber Wasser zum Wein kann eine größere Rolle spielen, als Sie bisher vielleicht vermutet haben. Es ist gängig, dass zu einem Glas Wein ein Glas Wasser gereicht wird. Das sorgt nicht nur dafür, dass der Wasserhaushalt im Körper ausgeglichen bleibt (der Alkohol im Wein lässt den Körper dehydrieren), sondern dient, ähnlich wie bei Kaffee, auch als Säurepuffer. Darüber hinaus kann es aber auch den Geschmack des Weins beeinflussen. Im besten Fall harmonieren die gewählte Wassersorte und der Wein miteinander – im umgekehrten Fall kann das Wasser aber auch die Aromen im Wein überlagern oder verfälschen – und so den Weingenuss trüben.

Achten Sie daher bei der Wahl des Wassers auf

• den Kohlensäuregehalt, • den Mineralstoffanteil, • die Herkunft des Wassers.

Denn diese Faktoren beeinflussen den Geschmack:

Kohlensäure ein Mineralwasser intensiviert die Säure oder Tannine im Wein. Ein hoher Gehalt an Calcium, Magnesium und Natrium sorgt für einen kräftigen Geschmack des Wassers. Stilles Wasser hingegen besitzt meist neutrale und weiche Eigenschaften und weist einen geringen Mineralstoffgehalt auf. Kombinieren Sie es mit Wein, kann dessen Säure weniger wahrgenommen werden, was dazu führt, dass er etwas fad schmeckt.

Aber welches Wasser passt denn nun zu welchem Wein?

Für trockenen Weißwein empfiehlt sich ein ausgewogen mineralisiertes Mineralwasser mit mittlerem Kohlensäuregehalt. So gewinnt die Säure an Frische.

Für einen Rotwein mit hohem Gehalt an Tanninen eignet sich ein stilles Mineralwasser. Kohlensäure würde den leicht bitteren Geschmack der Gerbstoffe verstärken.

Zu lieblichen Weinen passt hingegen ein Mineralwasser mit viel Kohlensäure. Sie unterstützt die Säure im Wein und puffert die Süße.

Eine gute Orientierung ist die regionale Herkunft von Wasser und Wein. Stammen sie aus der gleichen Gegend ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass sie miteinander harmonieren.

Die Firma Selters hat für die Bestimmung von Mineralwasser und Wein ein "Genießerrad" entwickelt. Dort können Sie Wein und/oder Mineralwasser wählen und sich genauere Informationen anzeigen lassen.

Wasser & Whiskey

Wasser, Whisky
Wasser und Whisky in Gläsern

Auch Wasser und Whisky sind ein gutes Paar. Um zwischen zwei Whiskys den Gaumen zu neutralisieren eignet sich ein mineralstoffarmes Mineralwasser mit Kohlensäure. Es erfrischt den Mundraum und bereitet die Geschmacksknospen auf die neuen Aromen des Whisky vor.

Wer seinen Whisky gerne mit Wasser verdünnt trinkt, greift am besten auf stilles Mineralwasser mit wenig Mineralien zurück. Stilles Wasser nimmt dem Whisky die Schärfe und ist besonders für Einsteiger geeignet. Für alle, die gerne den Duft des Whiskys mit der Nase aufnehmen, empfiehlt sich ebenfalls einen Spritzer Wasser im Whisky – Wasser öffnet den Malt und gibt so die Geschmacksaromen frei.

Wasser & Essen

Wasser ist der perfekte Begleiter zu jedem Essen. Während der persönliche Geschmack eines jeden bei der Wahl des Mineralwassers immer noch im Vordergrund steht, können die verschiedenen Wassersorten aber auch die zubereiteten Gerichte beeinflussen.

Hierauf können Sie bei der Wahl des Mineralwassers achten:

• Als Aperitif eignet sich ein salziges Wasser mit Kohlensäure. Es bringt den Kreislauf in Schwung und belebt den Geschmack.

• Zu Pasta oder Salat empfiehlt sich ein Mineralwasser mit wenig Kohlensäure und wenigen Mineralstoffen. Auch bei Suppen mit sahniger Komponente eignet sich solch ein Wasser, die Kombination aus Fett und hohem Kohlensäuregehalt könnte ein metallisches Aroma entwickeln.

• Zu Fisch und Meeresfrüchten passt ein leicht salziges, natriumreiches Wasser mit mittlerem Kohlensäuregehalt.

• Zu Fleisch können Sie ein stilles Mineralwasser mit viel Mienralstoffen reichen. Es unterstützt den intensiven Geschmack des Gerichts.

• Zum Dessert eignet sich ein leicht mineralisiertes Wasser mit einem geringen Kohlensäuregehalt.

• Als Digestif können Sie auf ein sulfatreiches Wasser zurückgreifen. Ab einem Gehalt von 1200 Milligramm Sulfat pro Liter regt es die Verdauung an.

Reichen Sie verschiedene Weine zum Essen, können Sie das Mineralwasser harmonisch dem Wein anpassen. Probieren Sie es doch einfach mal aus!