Kork, Plastik oder Schraubverschluss?

Noch ist der Korken König und gilt als vermeintliches Qualitätsmerkmal eines Weins, aber Schraubverschluss und Glasstöpsel sind auf dem Vormarsch.
Korken Cava

Weintrinker neigen zur Romantik. Sie wollen den Plopp beim Öffnen der Flasche. Dagegen steht der Korkstink, wenn ein schlechter Korken in der Flasche steckt. Und das bedeutet, dass der Kork mit Trichloranisol infiziert ist. Das ist zwar nicht gesundheitsschädlich, aber es nimmt dem Wein sein wundervolles Aroma und ersetzt es durch einen dumpfen, unangenehmen Geruch.

Dreh und weg

Der Schraubverschluss für Wein ist im Kommen. Selbst berühmte Weingüter verwenden die Metallklappen. Der Schraubverschluss sagt also nichts über die Qualität eines Weins aus. Weinfreaks in London haben schon ein neues Ritual entwickelt: Sie drehen den Verschluss am Ärmel entlang auf und lassen ihn mit Schwung in die offenen Hand fallen.

Plastik ade

Plastikstöpsel in Korkenform verschließen meistens einfachere Weine, die nicht lange lagern sollen. So richtig haben sich die Kunststoffkorken nicht durchgesetzt: Es wird immer wieder gemutmaßt, dass sich Bestandteile durch die Säure des Weins lösen könnten.

Edles Glas

Rotweinglas Rheinhessenwein

Glasstöpsel haben was. Irgendwie denkt man sofort: Der Wein war teuer – und so ist es oft auch. Besonders unter den österreichischen Topwinzern ist der durchsichtige Deckel beliebt. Glas auf Glas hält nicht dicht, deshalb ist ein kleiner Silikonring als Dichtung eingebaut. Gehalten wird das Ganze durch eine extrafeste Kapsel.

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